Baumspende der FDP "scheinheiliges politisches Scheingeschäft"

Leserbeiträge Von Extern | am So., 01.12.2019 - 18:22

CELLE. Claus Stahl schreibt zum CELLEHEUTE-Bericht über die Baumspende der FDP für das Gebiet Tribünenbusch: 

"Ja, Probleme die seit 1992 bekannt sind, müssten offen diskutiert werden aber von verantwortungsbewussten Politikern schon seit 20 Jahren. Ein sofortiger Stopp von Aus- und Neubau von Straßen könnte die mindestens 72.000 Quadratmeter Waldfläche erhalten, die einer geplanten Ostumgehung geopfert werden sollen. Dann wäre das politische Handeln vollständig auf den Klimaschutz ausgerichtet und kein scheinheiliges, politisches Showgeschäft wie das Pflanzen von vier Laubbäumen. Klares Denken würde Ostumgehungs-Kosten von 92 Millionen € in Bildung, Erziehung, Kultur, Arbeit und Wohnen und Tierschutz investieren.

Und ganz wichtig:  Nur Verbote helfen bei Problemlösungen oder haben uns Anschnallpflicht, Geschwindigkeitsbegrenzungen, Alkohol nicht an Jugendliche, das nicht Betreten und Bebauen von Naturschutzgebieten, Rauchverbot in Gaststätten, Verbot des Verbrennens von Holz, welches nicht mindestens 2 Jahre getrocknet wurde, schwerwiegende Folgen beschert? Die EU hat mittlerweile den Klimanotstand ausgerufen, da wird es Zeit, dass Umweltschutz auch in den Köpfen von Celler Politikern ankommt. Massive Beschädigungen unseres Allgemeingutes müssen wirklich rechtliche Konsequenzen haben. Selbst wenn die Begrenzung auf 1,8 Grad im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter gelingen sollte, rechnen Wissenschaftler mit spürbaren Folgen. Modellrechnungen zufolge könnte es beispielsweise in Hamburg in gut 60 Jahren dann so warm werden wie bislang im südlichen Afrika. (Daten des Weltklimarates IPCC)."