Schepelmann: "Sichere Weidezäune verhindern keinen Wolfsangriff"

Politik Von Redaktion | am Mo., 19.03.2018 - 12:41

"Wolf reißt trächtige Schafe in als sicher eingeschätzter Weide", davon ist der CDU-Landtagsabgeordnete Jörn Schepelmann überzeugt. In einer Pressemitteilung heißt es, ungekürzt und unzensiert:

"Heute Morgen wurden zwei gerissene Schafe, die hochträchtig waren, in der zu Eldingen gehörenden Ortschaft Heese aufgefunden. Die Verletzungen deuten auf einen Wolfsriss hin. Auf der Weide ereignete sich vor einiger Zeit bereits ein Wolfsriss, infolgedessen der Weidezaun nach den Vorgaben des niedersächsischen Wolfsmanagements noch einmal verbessert wurde. Der Zaun wurde heute vom Fachpersonal überprüft, als wolfssicher eingeschätzt und war noch vollständig intakt. „Es zeigt sich wieder einmal, dass die bisher als sicher eingeschätzten Zäune nicht ausreichen und der Wolf lernt, auch diese Zäune zu überspringen. Dies zeigt deutlich, dass der Wolf sich den bisherigen Sicherheitsmaßnahmen anpasst und auch diese überwindet“, moniert der Landtagsabgeordnete Jörn Schepelmann.

Angesichts des enormen Anstiegs der Wolfspopulation müssen schnelle und effektive Maßnahmen umgehend folgen. „Wir begrüßen es, dass Minister Lies die Brisanz der aktuellen Wolfssituation erkannt hat und zu einem Termin nach Winsen kommt. Wir erwarten aber, dass er Lösungen auch für den aktuellen Fall in Heese mitbringt“, merkte Schepelmann an. Der oder die Wölfe müssen verstärkt beobachtet werden, um sofort aktiv werden zu können, falls es zu weiteren Fällen kommt. Dies lässt die aktuelle Gesetzeslage bereits jetzt zu."

Auf Nachfrage von CelleHeute erklärt Schepelmann: "Zu 100 % sicher ist es nicht, ob es ein Wolf war. Die Eindrücke vor Ort sind aber derart klar, dass vom Wolfsriss geschrieben werden kann." Wem der Riss zugeordnet werden kann, prüft nun das "Wolfsbüro". Der angegebene Ministerbesuch ist nicht offiziell, sondern eine örtliche SPD-Veranstaltung.