Christian Meyer schreibt zum Thema Bauhaus-Jubiläum und bisher ausbleibende Sanierung von Gebäuden in der Schackstraße 3/3a und 4/4a:

„Mittlerweile jährt sich der Versuch einer Sanierung hier im zehnten Jahr. Alle Hoffnung zum Start einer längst überfälligen Sanierung gab das 100-jährige Bauhaus-Jubiläum in diesem Jahr. Selbst die CZ berichtete im Oktober 2018, die Arbeiten seien seit September letzten Jahres voll im Gange. Fakt ist – nichts tut sich. Alle Handwerker stehen derzeit ‚Gewehr bei Fuß‘.

Die Gründe: Der Celler Denkmalschutz! Belanglose und lächerliche Einwände, nichts Konkretes was eine Sanierung verhindern sollte. Fassade und die Balkone sind mittlerweile in so einem schlechten Zustand, dass diese nicht mehr genutzt werden können. Entsprechend die Reaktion der Mieter. Die Substanz wird immer mehr zerstört. Wir sollten aus dem Begriff Denkmalschutz Denkmalzerstörung machen, da die Stadt durch ihr zögerliches Handeln derzeit mehr schadet als nützt in diesem Fall.

Fazit: anstatt einer höchst aufwendigen Sanierung freies Geleit zu geben und die Sanierung sinnvoll zu begleiten und vor allem endlich zu genehmigen, sieht man zu wie alles weiter zerfällt. Jeden Tag sind Bauhaustouristen da und sehen nicht ein toll erhaltenes Gebäude, sondern eine marode Fassade, kaputte nicht genutzte Balkone und unzufriedene Mieter. Die Stadt Celle und ihr Denkmalschutz machen damit keine Werbung, was wir Celler alles können, sondern nicht können: Zeugnisse alter Zeit erhalten!! …Und das darf sich Denkmalschutz nennen?

Das ist eine Farce, das ist Unfähigkeit des Celler Denkmalschutzes und eine Schande für unsere Kinder! Sie werden sagen ‚Opa, warum habt ihr dieses Gebäude von Otto Haesler nicht retten können, bevor es abgerissen wurde?'“

 

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