CELLE. Anlässlich eines Besuchs bei Oberbürgermeister Dr. Jörg Nigge erläuterten Monika Voß (links) und Hanne Engel (rechts) ihr Engagement für das „Kinderhilfswerk Plan“. Plan International kümmert sich um Kinder in Entwicklungsländern, verschafft ihnen ein verbessertes Bildungsumfeld und trägt auf diese Weise dazu bei, die Menschen in ihren Heimatländern dauerhaft zu verorten. Vor allem Mädchen werden von der Organisation gefördert, da sie in den Ländern der Dritten Welt extrem benachteiligt sind. So besuchen etwa 62 Millionen Mädchen in diesen Ländern keine Schule. Plan unterhält rund um den Globus die meisten Patenschaften und ist somit das weltweit größte Kinderhilfswerk.

„Durch die persönlichen Patenschaften ist immer gewährleistet, dass das Geld in die richtigen Hände gelangt und nicht in einem undurchsichtigen Wust von Verwaltungsebenen versickert“, sagt Voß und ihre Mitstreiterin ergänzt: “Man hat ein leibhaftiges Vis-à-vis, dem man schreiben kann und das man sogar besuchen kann. Außerdem gibt es nachvollziehbare Jahresberichte über konkrete Aktivitäten vor Ort.“

Die Celler Aktionsgruppe besteht seit 15 Jahren und hat derzeit etwa 20 Mitglieder. Hier will man den Bekanntheitsgrad durch gezielte Aktionen steigern. Das generiert letztlich Einnahmen, die unter anderem in Bildungsaufgaben,  wasserbau-technische und medizinische Projekte fließen. So hat die Aktionsgruppe am Wasa-Lauf teilgenommen und engagiert sich auf dem Tag der Niedersachsen in Wolfsburg. Darüber hinaus werden Benefizkonzerte und Gesundheitstage organisiert, um Plan International zu unterstützen. Derzeit wird eine Weltspielzeugausstellung im Bomann-Museum vorbereitet, die im Dezember ihre Türen öffnet.  Aufmerksamkeit erzielte die Gruppe, als zum Weltmädchentag 2016 gemeinsam mit Celler Senioren ein pinkfarbener, 190 Meter langer Schal gestrickt wurde. Denkmäler und Brückengeländer wurden anschließend mit Teilen davon geschmückt.

OB Jörg Nigge, der die Organisation und ihre Aktionen seit längerem verfolgt, signalisierte Unterstützung durch die Stadt. Auch wenn es finanzielle Zuwendungen nicht geben könne, so stünden die Türen der Verwaltung jederzeit offen, wenn es darum ginge, Aktionen vorzubereiten und zu begleiten. Am Weltmädchentag will die Gruppe erneut mit einer Aktion aufwarten, die bereits im vergangenen Jahr viel Beachtung fand: „Wir wollen die Celler Schlossfassade wieder in pink erstrahlen lassen. Es laufen bereits erste Gespräche über die technische Umsetzung.“

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