HERMANNSBURG. Thematisch überaus vielfältig waren die Ergebnisse der diesjährigen Schreibwerkstatt am Christian-Gymnasium. Über 100 Schüler der 9. Klassen haben sich eine Woche lang mit kreativem Schreiben beschäftigt und die besten Gedichte, Geschichten und szenischen Dialoge ausgewählt, um sie beim Poetry Slam in der Aula vor der wohl größten Jury Hermannsburgs bewerten zu lassen.

Insgesamt 16 Texte hatten es in die Endauswahl geschafft. Sie waren an den zwei ersten Tagen der mittlerweile traditionellen Schreibwerkstatt entstanden, während der sich die Jugendlichen ausschließlich mit dem Verfassen literarischer Kunst und deren Präsentation befassen. Der Poetry Slam, eine Art Dichter-Wettstreit, bei dem das Publikum darüber abstimmt, wer gewinnt, stellte den Höhepunkt des Projektes dar.

Die gesamte Jahrgangsstufe lauschte den Worten der Autoren, die mal Nachdenkliches, mal Lustiges und auch Romantisches zu Gehör brachten. Am Ende kam es zu einer knappen Entscheidung: Zwar errang Eylem Yavsan mit „Shishabar“ eindeutig den 1. Platz in der Publikumswertung, doch musste der 2. Platz zweimal vergeben werden (an „New York“ von Elisabeth Oevermann und Runa Teutenberg und an „Liebe mit Schwung“ von Torben Beirau) und nur ganz knapp dahinter landete Jan Swoboda mit „Krieg, Krieg wird immer gleich bleiben“ auf Platz 3. Er erhielt allerdings den Sonderpreis der Lehrer-Jury, die sich aus den die Schreibwerkstatt betreuenden Lehrkräften Dirk Gerlach-Strzelski, Carina Mersmann, Beate Meyer und Sebastian Salie sowie der Schulleiterin Mette-Bonde Schmid-Hennies zusammensetzte. Gewonnen hatten am Ende jedoch alle, wie die Stimmung in der Aula und die positiven Rückmeldungen der Schüler im anschließenden Unterricht zeigten.

Text & Bild: Sebastian Salie

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