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Zitterpartie bei 9. „Celle Mindstorms Challenge" im Hölty

Schüler bauen Roboter: 33 Teams lieferten sich ehrgeizigen Wettstreit

24.05.2017 - 08:24 Uhr     Celle Heute    0
Foto: Anna Karsten

CELLE. Das Hölty-Gymnasium war erneut Gastgeber des regionalen Roboter-Wettbewerbs, der „Celle Mindstorms Challenge“ (CMC). Ein Rekordzahl von 33 Schülerteams aus dem Landkreis Celle und darüber hinaus traten in einem ehrgeizigen Wettkampf gegeneinander an. Organisiert, gefördert und finanziell unterstützt wurde die Veranstaltung durch die Stiftung NiedersachsenMetall.

Elf verschiedene Aufgaben mussten die selbst gebauten Roboter der Schüler fehlerfrei meistern. So sollte zum Beispiel ein Ring gefischt und an richtiger Stelle wieder fallen gelassen, ein Tennisball verschoben oder auf einer Holperstrecke eingeparkt werden. Die Mannschaften mussten ihre Roboter so programmieren, dass diese den Parcours autonom durchlaufen konnten. Jeder Handgriff zwischendurch bedeutete Punktabzug, der teuer zu stehen kommen konnte. Daher musste nicht nur eine ausgefeilte Mechanik vorhanden sein, sondern vielmehr galt es, die Sensoren richtig zum Einsatz zu bringen und Handlungsabläufe sowie Bewegungen optimal zu programmieren.

Nahezu hundert Schüler, von der fünften bis zur zehnten Klasse, tüftelten und feilten von den frühen Morgenstunden an, an den letzten Feinheiten ihrer Konstruktionen. Viele von ihnen nahmen zum ersten Mal an solch einem Wettbewerb teil. Das Team aus Lachendorf hatte sich erst dieses Jahr gegründet. An vier Parcourstischen musste jedes Team unter den wachsamen Augen der Schiedsrichter drei Runden absolvieren und dabei so viele Punkte wie möglich sammeln. Wichtig dabei war nicht nur, möglichst die Höchstpunktzahl von 55 Punkten zu erzielen, sondern auch die Einhaltung der Zeitvorgabe.

Seit 2007 arbeiten die Celler Schulen mit den Roboter-Bausätzen der „LEGO-Mindstorms-Serie“. Die Basisausstattung wurde von der Stiftung NiedersachsenMetall gestiftet, um den Grundstein für die Erarbeitung mathematisch-naturwissenschaftlicher Inhalte zu legen. Im Technik- oder Informatikunterricht sowie in zusätzlichen Arbeitsgemeinschaften, sollen spielerisch Jugendliche, besonders Mädchen, an Lehrplanthemen wie Mechanik, Elektronik, Sensorik und Informatik herangeführt werden. Gerade die Zahl der Mädchen ist in den vergangenen Jahren beim CMC bemerkenswert auf über 50 Prozent gestiegen.

„Wir wollen die Schüler für Informatik, Technik und das Programmieren begeistern“, sagt Ulrich Rode, Koordinator bei der Stiftung NiedersachsenMetall für die Region Celle „Deutschland braucht unbedingt Fachkräfte in diesem Bereich.“ Und selbst wenn sich die Schüler für einen anderen Berufsweg entscheiden, ist dieses Know-how mit Sicherheit nicht umsonst. „Die Schüler können sicher viel mitnehmen und werden diese Erfahrung positiv in Erinnerung behalten“, so Susanne Karsch, ehemalige Höltyanerin und Mitbegründerin der Roboter-AG vor neun Jahren. Die gegenwärtige Physikstudentin hat zwar nicht den Weg einer Programmiererin eingeschlagen, ist aber weiterhin begeistertes Organisationsmitglied.

Alle drei Teams vom Gastgeber Hölty-Gymnasium konnten sich für das Finale qualifizieren, außerdem das Team „EV3 PO“ der Oberschule Westercelle, die den vierten Platz einnahm, gefolgt von der „Koboldgang“ der KGS Schwarmstedt. Beim Finale konnte noch einmal gebangt, gezittert und alles gegeben werden. Tatsächlich schaffte so das Team „TRYandERROR“ den Favoriten „Pathfinder“ – beide vom Gastgeber Hölty – im Finale so vom ersten Platz zu stürzen. Je ein Punkt auseinander platzierten sich die ersten Drei: TRYandError (145), Pathfinder (144), Punktesammler (143) gefolgt von EV3 PO (123) und Koboldgang (75).

 

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