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Celler Unternehmen präsentierten sich als Ausbildungsbetriebe

Schüler knüpfen Kontakte auf der siebten „Berufswelt Technik“-Messe

29.09.2017 - 18:38 Uhr     CelleHEUTE    0
Fotos: Peter Müller

CELLE. Probieren geht über Studieren, war heute das Motto von etwa 400 Schülern, die die „Berufswelt Technik“-Messe in den Berufsbildenden Schulen II besucht haben. Eingeladen waren auch diesmal Schüler der Oberschulen aus Stadt und Landkreis Celle sowie der Berufsbildenden Schulen. Die nun siebte Veranstaltung dieser Art bot, in Kooperation mit insgesamt 18 städtischen Unternehmen und Arbeitgebern, der Agentur für Arbeit Celle und der Stiftung Niedersachsen Metall, Einblicke in potentielle Berufsfelder.

Um das Angebot besonders attraktiv zu gestalten, bemühte man sich dieses Jahr darum, auch mit praktischen Möglichkeiten zu überzeugen. An den zahlreichen Informationsständen konnten sich derzeitige Auszubildende aus den Betrieben mit den neugierigen Besuchern über ihre Erfahrungen und Empfehlungen austauschen. Dies bot einen deutlich persönlicheren Zugang zu technischen Tätigkeiten, als es die Schüler bislang gewohnt waren. So erklärt Nadine, derzeitige Auszubildende des Dr. Kaiser Unternehmens: „In unserer allgemeinen Herstellung passiert deutlich mehr, als nur mit Drehmaschinen und Fräsern beschäftigt zu sein – das sind so die häufigsten Vorurteile.“ Eben diese besagten Maschinen wurden zur Demonstration am Stand der Firma platziert und sorgten für interessierte Blicke. Wichtig war es den Veranstaltern, Schülern möglichst auf Augenhöhe zu begegnen, weshalb sich an den meisten Infoständen hauseigene Auszubildende tummelten.

Die Papierfabrik Drewsen aus Lachendorf warb hingegen mit eigenen Sicherheitssystemen und lenkte mit einem Gewinnspiel die Aufmerksamkeit der Jugendlichen auf sich. „Zu gewinnen gibt es bis zu 400 Euro für die Klassenkasse“, bemerkt Ausbilder Marcus Ramm.  Im Hintergrund seines Stands läuft ein Werbefilm, der vor Ort von Auszubildenden gedreht wurde. „Die häufigste Frage bleibt bislang die nach dem Verdienst, danach kommen Nachfragen zu nötigen Qualifikationen, Arbeitsstunden und den Berufsschulen“, gesteht Ramm. Ähnliche Erfahrungen machte die in Ausbildung befindliche Industriekauffrau Ekinci, die das Unternehmen Achilles präsentierte. „Interessant für die Schüler sind vor allem Infos wie momentane Bewerbungsfristen, aber auch die Nachfrage für Praktika ist hoch“, stellt sie fest. Um den Bedarf zu decken boten Firmen wie Achilles Meldebögen an, auf denen man sich Termine für künftige Bewerbungsgespräche sichern konnte. Auch war das Einreichen der eigenen Bewerbungsmappe jederzeit möglich.

Einige der Unternehmen boten auch die sogenannten „Speeddatings“ an, bei denen Schüler ca. zehnminütige Kurzbewerbungsgespräche führen konnten. Die Jugendlichen durften sich für diese gezielt vorbereiten und sich ein anschließendes Feedback der Personalverantwortlichen holen. In einigen Fällen wurden erfolgreichen Bewerbern die direkte Möglichkeit eines Praktikums oder Einstellungstests geboten. Auch der angehende Abiturient Matthias nahm, dem Anlass entsprechend, mit Hemd gekleidet, an den Gesprächsmöglichkeiten teil. „Es war schon wenig Zeit, aber irgendwie hat das den Druck rausgenommen“, meint er. Direkt bei zwei Unternehmen hatte er sich bewerben können und gibt seinen Freunden, die nach ihm folgen Entwarnung: „War echt nicht schlimm!“.  Selbst wenn die Gespräche zu keinem Ergebnis führen, könne er auf diese Erfahrung bei zukünftigen Gelegenheiten zurückgreifen.

Text: Elena Janke

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