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Großangelegte Alarmübung forderte Einsatzkräfte

Sechs Feuerwehren der Gemeinde Südheide proben den Ernstfall

16.11.2018 - 15:00 Uhr     Externer Autor    0
Fotos: Daniel Schulz

HERMANNSBURG. Gestern Abend fand eine großangelegte Alarmübung aller Feuerwehren der Altgemeinde Hermannsburg, sowie des Rettungsdienstes Marquardt auf dem Gelände der Firma Deutgen Kunststofftechnik GmbH in Hermannsburg statt.



Die Firma Deutgen fertigt Präzisionsspritzgussteile für diverse Industriezweige, insbesondere für die Automobilindustrie und die dazugehörigen Systemlieferanten. Verarbeitet werden technische Thermoplaste und Massenkunststoffe, dies birgt laut Feuerwehr ein hohes Gefahrenpotential. Die Firma beschäftigt 135 Mitarbeiter in Hermannsburg, der Standort erstreckt sich über eine Fläche von rund 23.000 Quadratmetern.

Um 17:55 Uhr wurden die Feuerwehren Hermannsburg, Beckedorf, Baven und der Rettungsdienst Marquardt mit dem Einsatzstichwort „Brandalarm, bestätigtes Feuer“ alarmiert. Nach erster Erkundung des Einsatzleiters ergab sich folgende Lage: Im Versandlager der Firma war es durch einen technischen Defekt zu einem Feuer gekommen. Der Bereich war stark verqualmt und mehrere Mitarbeiter galten als vermisst. Aufgrund dieser Einsatzlage wurde sofort eine Alarmstufenerhöhung veranlasst und die Feuerwehren Weesen, Bonstorf und Oldendorf nachalarmiert.

Im Mittelgang zwischen den Hallen 1 und 3 war es zu einer Panik der Mitarbeiter gekommen, in dessen Folge mehrere Paletten umstürzten und mindestens einen Mitarbeiter unter sich begruben. Zudem kam es, verursacht durch einen Kurzschluss, zu einem Brandausbruch an einer Papierpresse an dem Mittelgang. Aufgrund dieser komplexen Einsatzlage wurde die Einsatzstelle in drei Einsatzabschnitte eingeteilt.

Durch den Einsatz zahlreicher Umluft unabhängiger Atemschutztrupps im Innen – sowie Außenangriff und den Einsatz einiger Dachwerfer sowie B- und C- Rohre, wurde das Feuer, welches sich auch auf den Dachstuhl des Versandlagers ausbreitete, unter Kontrolle gebracht. Die Versorgung und Betreuung der Verletzten wurde durch zwei Fahrzeugbesatzungen des Rettungsdienstes Marquardt durchgeführt.

Nach rund zwei Stunden Übungsdauer attestierte Einsatzleiter und  Gemeindebrandmeister Henning Sander bei der Abschlussbesprechung den 76 Einsatzkräften eine sehr gute Arbeit und bedankte sich für ihr Engagement. Auch die Übungsbeobachter, unter ihnen unter anderem der General Manager der Deutgen Kunststofftechnik GmbH, Burkhard Brühl, die stellvertretenden Gemeindebrandmeister Thomas Schlicht und Ralf Lauterbach sowie der Brandschutzbeauftragte der Firma und Ortsbrandmeister von Bonstorf, Matthias Adam, waren zufrieden mit den gezeigten Leistungen. Selbstverständlich gäbe es Möglichkeiten zur Optimierung. „Aber gerade aus diesem Grund führen wir die Übungen durch, um im Nachgang die nötigen Maßnahmen aus den Erkenntnissen zu ergreifen“, so der Gemeindebrandmeister abschließend. Nach einem kleinen Imbiss konnten alle Einsatzkräfte gegen 20:30 Uhr wieder in ihre Standorte einrücken.

Text: Daniel Schulz

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