MEISSENDORF. Naturschutz wird von vielen Menschen als wichtig betrachtet. Aber was bedeutet das eigentlich? Warum gilt der Lebensraum Auwald als schützenswerter als der Lebensraum Kläranlage? Warum schützen Umweltorganisationen wie der NABU ältere „Neuankömmlinge“ wie Rebhuhn und Hase, sehen aber den Waschbär als Bedrohung? Wird die Artenvielfalt geschützt? Dann kann der ursprüngliche Mischwald nicht das Ziel sein, denn Feldlerche und Hamster kamen erst mit seiner Rodung. Hoch bedroht oder verschwunden sind die Tiere, die Freiflächen brauchen: Auer- und Birkhuhn, Wendehals, Schlangenadler und Blauracke.

Die „unberührte Natur“ gilt seit der Romantik als Fluchtort. Aus dem Blick geriet, dass Natur sich ständig verändert – die deutsche Landschaft um 1900 war anders als 1800, und 1800 anders als 1600. „Wunden in der Landschaft“ wie Kiesgruben wurden zwar zu idyllischen Seen; kahle Autobahnhänge begrünt. Heute stehen aber die Arten, die solche „Mondlandschaften“ brauchen, wie die Kreuzkröte, ganz oben auf den Roten Listen. Die Teilnehmer des Seminars „Naturschutz – was ist das?“ beschäftigen sich mit den Irrungen und Wirrungen der Geschichte des Naturschutzes in Deutschland und diskutieren, wie wir heute Zivilisation und Natur ausgleichen können.

Seminar: Naturschutz – Was ist das?

Wann: 6. – 8. Oktober 2017, Beginn am Freitag um 19.00 Uhr, Abschluss am Sonntag um 14.00 Uhr

Wo: NABU Gut Sunder, OT Meißendorf, 29308 Winsen

Kosten: Ermäßigter Preis für NABU-Mitglieder: 182 Euro/Pers. (inkl. Verpflegung zzgl. Übernachtung), Preis für alle anderen: 202 Euro/Pers. (inkl. Verpflegung zzgl. Übernachtung). Dieses Seminar ist auch für Bundesfreiwillige geeignet. Die Seminarkosten inkl. Verpflegung/Übernachtung werden im Rahmen des Bundesfreiwilligendienstes und den damit verbundenen Bildungstagen übernommen.

Weitere Informationen unter www.NABU-gutsunder.de

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