FASSBERG/CELLE. „Ich glaub, ich brauch jetzt ’nen Mercedes“ – völlig abgeklärt wollte sich heute ein 86-jähriger Faßberger bei „R & S Service & Handel“ in Scheuen nach einem neuen Wagen umschauen. Sein alter war nämlich gestern Nacht abgebrannt – Feuerwehr und Polizei wussten nichts davon. Wir berichteten in unserer Facebook-Ausgabe.

Gestern sei der Mann mit seinem Daihatsu Cuore in Hustedt die Strecke Richtung Gut Hustedt gefahren – auf einem Waldweg, der eigentlich für Pkw nicht befahrbar ist. Nach ca. fünf Kilometern lag ein Baum quer auf dem Weg und der Rentner wollte umdrehen. Dabei geriet er in einen Graben und kam aus eigener Kraft nicht mehr heraus.

Bei dem Versuch, sein Fahrzeug wieder flott zu machen, hatte er es offenbar so beschädigt, dass mutmaßlich ausgelaufenes Benzin Feuer fing und das Auto völlig ausbrannte.

Als der Fahrer erkannte, dass er nichts mehr machen könne, machte er sich zu Fuß nach Hause: sechs Stunden lang mehr als 30 Kilometer nach Faßberg. Feuerwehr oder Polizei hatte er zunächst nicht informiert. Stattdessen schaute er heute in Scheuen vorbei und fragte nach einem neuen Fahrzeug, am liebsten ein „Rentner-Auto“, z. B. Mercedes.

Ehe man ins Geschäft kam, hatten sie das Fahrzeug dann doch erst einmal abgeschleppt und sich nebenbei sehr gefreut, dass im Wald keine Trockenheit herrschte.

Foto: Axel Schumacher

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