CELLE. Am Donnerstag nächster Woche beginnen in Niedersachsen die Sommerferien. Viele Familien reisen in den Urlaub und kehren damit ihrem Heim den Rücken. Damit die Wiederkehr aus dem Traumurlaub nicht zum Albtraum wird und die Erholung möglicherweise auf den Nullpunkt sinkt, gibt die Polizei Tipps, wie sich Bürger schützen können. Aber auch Daheimgebliebene können mit ihrem Verhalten Einbrüche verhindern. Beherzigen Sie einige grundlegende Sicherheitsvorkehrungen rät Christian Riebandt, Beauftragter für Kriminalprävention der Polizeiinspektion Celle.

Leider nutzen Einbrecher auch die Urlaubssaison und suchen nach Häusern, die unbewohnt scheinen. Dabei achten sie zum Beispiel darauf, an welchem Haus der Briefkasten überquillt, die Rollläden permanent geschlossen sind oder ein Auto unverändert vor der Tür steht.

Es gibt gute Tipps, wie Bürger sich vor ungebetenen „Gästen“ in ihrer Abwesenheit schützen können. Mehr als jeder dritte Einbruch scheitert mittlerweile und wird im Versuchsstadium abgebrochen, weil Haus- und Wohnungsbesitzer es den Einbrechern schwer gemacht haben, erklärt Kriminalhauptkommissar Riebandt.

In der Urlaubszeit sollten Reisende folgende Tipps beachten

–  Bevor Sie verreisen, sollten Sie alle Türen und Fenster verriegeln. Eigentlich selbstverständlich – aber in der Hektik kann auch schnell mal etwas vergessen werden. Alle Fenster und Terrassentüren verschließen, auf keinen Fall auf „Kipp“ stehen lassen, da in diesen Fall kein Versicherungsschutz besteht. Nehmen Sie sich deshalb Zeit und überprüfen Sie alle Zugänge genau, auch die im Keller oder in der Garage.

–  Anwesenheit vortäuschen:  zum Beispiel Beleuchtung von Innenräumen durch den Einsatz von Zeitschaltuhren, Fernsehsimulatoren
–  Freunde oder Nachbarn bitten, den Briefkasten zu leeren oder den Lagerservice der Post nutzen.

–  Wer eine Alarmanlage besitzt, sollte die Nachbarn bei längerer Zeit Abwesenheit informieren und eine Erreichbarkeit mitteilen.

–  Keinesfalls sollte man eine Nachricht auf den Anrufbeantworter sprechen, dass man sich im Urlaub befindet. Auch in sozialen Netzwerken sollten man das nicht preisgeben. Auch Einbrecher lesen Einträge in sozialen Netzwerken wie Facebook oder Twitter – und wissen, wer ab wann und wie lange weg ist.

–  Wertsachen wie beispielweise Schmuck oder auch Sparbücher und Dokumente sollten in einem Tresor aufbewahrt oder bei einer Bank eingeschlossen werden.

–  An den Flughäfen lauern Einbrecher und schauen auf Kofferanhängern nach Adressen, wo sich ein Einbruch wegen Abwesenheit der Bewohner lohnen könnte. Daher empfiehlt es sich                         zusammenklappbare Anhänger zu verwenden, damit die Wohnanschrift nicht für jeden sichtbar ist.

Leicht erreichbare Fenster können zusätzlich durch mechanische Sicherungen geschützt werden. Mehrfachverriegelungen an Haus- und Wohnungstüren bieten zusätzlichen Schutz. Einbrecher geben ihr Vorhaben schnell auf, wenn sie merken, dass sie Zeit aufwenden müssen, um in ein Haus hinein zu kommen. Aus diesem Grund ist jede Vorkehrung sinnvoll, die dem Einbrecher sein Vorhaben erschwert.

Die Polizei appelliert an alle Bewohner, dass sie ihre vier Wände sichern und auf ihre Nachbarschaft achten sollen. Bei verdächtigen Wahrnehmungen sollte man unverzüglich die Polizei   informieren – Notruf 110. Nur mit Hilfe der Bevölkerung gelingt es, den Wohnungseinbruchdiebstahl weiter einzudämmen, so die Auffassung von Christian Riebandt.

Die Polizei Celle bietet zum Thema Einbruchschutz seit vielen Jahren  kostenlose und neutrale Beratungen auch gern vor Ort an.  Termine für eine Beratung können sowohl Bürger aus Stadt und Landkreis Celle als auch Gewerbetreibende mit dem Beauftragten für Kriminalprävention vereinbaren. Dazu ist Christian Riebandt unter der Rufnummer 05141/277-208 bzw. unter der Mailadresse: christian.riebandt@polizei.niedersachsen.de zu erreichen.

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