HANNOVER. Zuwanderung, neue Familien- und Lebensmodelle, Digitalisierung, veränderte Arbeits- und Wohnbedingungen – das Leben in urbanen Räumen ist mehr denn je von vielfältigem Wandel geprägt. „Dies schlägt sich  unter anderem in veränderten Nutzungsanforderungen an öffentliche Räume und in der Wohnnachbarschaft nieder, u.a. steigt der Druck auf den Wohnungsmarkt. Gleichzeitig beeinflussen diese Entwicklungen und aktuellen Dynamiken die objektive und subjektive Sicherheit von Bewohnerinnen und Bewohnern und stellen neue kriminalpräventive Anforderungen an das Stadtquartier, das Wohnumfeld und die Nachbarschaft“, so das Landeskriminalamt.

Das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderte Forschungsprojekt „Sicherheit und Vielfalt im Quartier – DiverCity“ knüpft an diese aktuellen gesellschaftlichen, kommunalen und polizeilichen Herausforderungen an und untersucht, welche Strategien, Konzepte, Maßnahmen und Kooperationen dazu geeignet sind, Sicherheitskonzepte für Wohnquartiere zu entwickeln. Der innovative Forschungsansatz sieht eine Beteiligung aller relevanten Akteure vor: Anhand von zwei Fallstudienstädten (Braunschweig und Bremen) bringen die Verbundpartner, das Landeskriminalamt Niedersachsen, das Deutsche Institut für Urbanistik sowie der Verband der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft Niedersachsen/Bremen ihre unterschiedlichen Perspektiven in den Forschungsprozess ein.

Der offizielle Startschuss für das Projekt fällt mit einem Workshop am 24. April in Bremen, an dem weitere assoziierte Partner aus den Bereichen Polizei, Wohnungsbau, Wissenschaft, Politik und Wirtschaft ihre individuellen Sichtweisen zum Thema Sicherheit und Vielfalt im Quartier darlegen werden. Das auf drei Jahre angelegte Forschungsprojekt hat zum Ziel, sicherheitsrelevante Ergebnisse zum Wohnumfeld zu liefern, die verallgemeinerbar sind, Prognosen erlauben und vor allem in konkreten
Handlungsempfehlungen für die beteiligten Akteure münden.

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