BERLIN/CELLE. Reservisten der Kreisgruppe Celle im Verband der Reservisten der Deutschen Bundeswehr e.V. bereisten im Rahmen einer sicherheitspolitischen Weiterbildung unter der Leitung ihres Kreisvorsitzenden Stabsunteroffizier der Reserve Hans-Georg Blonn und des Kreisorganisationsleiters Stabsfeldwebel der Reserve, Ralf-Steffen Genilke, verschiedene Anlaufpunkte zur Geschichte Berlins. Zu Beginn stand ein Besuch der Zitadelle Spandau und der KZ-Gedenkstätte Sachsenhausen auf dem Programm, wo sich die Teilnehmer mit den Schrecken der nationalsozialistischen Herrschaft und dem perfiden System der Konzentrationslager auseinandersetzten.

Der bildungspolitische Schwerpunkt der Reise beschäftigte sich mit wichtigen Institutionen der Bundesrepublik Deutschland. Erster Anlaufpunkt war das Bundeskanzleramt: Vom Kabinettssaal, der berühmten blauen Pressewand, dem großen Konferenzsaal, bis hin zu den Büros der Führungskräfte bekamen die Teilnehmer einen Eindruck von der offenen und weitläufigen Bauweise des Gebäude. Es folgte das Bundesministerium der Verteidigung mit dem Ehrenmal der Bundeswehr, wo den Soldaten und den zivilen Angestellten gedacht wird, die in Folge der Ausübung ihres Amtes für die Bundesrepublik Deutschland ihr Leben ließen. Hier legten die Celler Reservisten einen Kranz nieder. Bei einem Gang durch das Dokumentationszentrum „Topographie des Terrors“ und des Denkmals für die ermordeten Juden Europas wurden sich die Teilnehmer ihrer geschichtlichen Verantwortung bewusst und gedachten der Ereignisse in stiller Nachdenklichkeit.

Eine Führung durch die Bunker- und Schutzräume der „Berliner Unterwelten e.V.“ vermittelte eindrucksvoll die Bedrohungslage während des Kalten Krieges. Zu einem Informationsgespräch hatte Bundestagsabgeordnete Henning Otte (CDU) in sein Büro eingeladen, wo eine angeregte Diskussion zum Thema Wehrpflicht/Dienstpflicht zwischen den Reservisten und dem Abgeordneten geführt wurde. Eine Besichtigung des Reichstages mit seiner imposanten Kuppel durfte natürlich auch nicht fehlen und eine Führung durch eine bekannte Berliner Brauerei mit anschließender Kostprobe rundete den Tag ab.

Ein Höhepunkt für viele Mitreisende war der Besuch des Berliner Olympiastadions, das von den Katakomben bis zur Dachkonstruktion erkundet wurde, und ein Rundgang durch die Ruinen des ehemaligen olympischen Dorfes. Den Abschluss der Weiterbildungsreise bildete der „Wald der Erinnerung“ in Potsdam. Auch hier gedachten die Reservisten der Gefallenen der Auslandseinsätze. Nach einem Spaziergang durch den Park von Potsdam am Schloss Sanssouci machte sich die Gruppe erschöpft, aber voller neuer Eindrücke auf den Heimweg.

Text: Heiko Wolff/Hans-Georg Blonn

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