CELLE. Eine missverständliche und damit gefährliche Ampel-Situation scheint es an der Burgstraße Ecke Schneede zu geben. Der Celler Walter Mix schildert einen Beinahe-Unfall, den er kürzlich selbst erlebt hat: „Vor einigen Wochen sind zwei Radfahrer – eine Frau und ein Kind – in der Situation wie auf dem Bild dargestellt, aus Richtung Friedhof kommend über die Schneede Richtung Schulzentrum gefahren und haben die grüne Ampel mit Pfeil nach  links für ‚ihre‘ Ampel gehalten. Da ‚meine‘ Ampel Richtung Wederweg auch grün gezeigt hat, bin ich angefahren und hatte die zwei vor dem Wagen.“

Sein Fazit: „Die Regelung in dem Kreuzungsbereich ist für Gelegenheitsnutzer  – nicht nur Radfahrer – viel zu unübersichtlich.“

Bei der Stadtverwaltung hat man hingegen eine „überwiegend positive Reaktion“ von Fahrradfahrern registriert, da sie „schneller und sicherer über die Kreuzung kommen als vor dem Ausbau“. Gleichwohl gäbe es auch Fehlverhalten von Fahrradfahrern, hier sollte aus Sicht der Stadt versucht werden, durch verstärkte Öffentlichkeitsarbeit den Radfahrern die neue StVO-Regelung stärker ins Bewusstsein zu rücken.

Dazu erläutert Wolfgang Fischer, Pressesprecher der Stadt Celle, wie die Signalanlagen an der Kreuzung zu nutzen sind: „Für Radfahrer, die dort auf dem Radweg ankommen, gilt das Kfz-Signal. Wenn dieses grün zeigt, kann die Kreuzung zusammen mit dem Kfz-Verkehr geradeaus gequert werden oder nach rechts abgebogen werden. Wenn die Radfahrer links abbiegen wollen, müssen sie sich auf der Linksabbiegespur für Radfahrer (gekennzeichnet mit Rad-Piktogramm und Linksabbiegepfeil) einordnen und das Linksabbiegesignal für Radfahrer (Radsignal mit Richtungspfeil) beachten.

Linksabbiegende Radfahrer müssen auf der Linksabbiegespur für Radfahrer halten und warten bis das Linksabbiegesignal für Radfahrer auf grün zeigt, das ist das gleiche Prinzip wie für Autofahrer.
Der bei Rot wartende linksabbiegende Radfahrer bekommt sein Grün mit einem zeitlichen Vorlauf vor dem Kfz-Verkehr aus Richtung B 214. Hierdurch hat er die Wartefläche auf der Linksabbiegespur verlassen, bevor der Kfz-Verkehr an diese Stelle kommt. Zu Engpässen kommt es da nicht.“

Die seit dem 01.01.2017 geltende Regelung sei leider bei vielen Verkehrsteilnehmern noch nicht angekommen. Erfahrungsgemäß werde das auch noch einige Zeit dauern. Der Knoten werde jedoch regelmäßig beobachtet und nachjustiert. Zuletzt wurden Anfang des Jahres die Streuscheiben der Radfahrsignale durch besser erkennbare ersetzt. In der zweiten Jahreshälfte ist eine Videoerhebung vorgesehen, um festzustellen, ob noch weiterer Handlungsbedarf besteht.

Sie müssen sich registrieren oder anmelden, um diesen Beitrag zu kommentieren.