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Albert-König-Museum zeigt Werke von Künstlerinnen aus der Region

Sommer der Frauen: farbintensiv bis verstörend

03.09.2017 - 18:19 Uhr     Susanne Zaulick    0
Fotos: Susanne Zaulick

UNTERLÜSS. „Sommer der Frauen“ heißt der Titel der neuen Ausstellung im Albert-König-Museum, die heute eröffnet wurde. Man wolle damit die schönste Zeit des Jahres noch etwas verlängern, meinte Axel Flader, Bürgermeister der Gemeinde Südheide bei seiner Begrüßung der rund 100 Besucher, die zur Vernissage gekommen waren. Frauen spielen in der neuen Ausstellung gleich in doppelter Hinsicht eine Rolle: Als Motive und als Urheberinnen der Werke. Denn alle zehn Künstler, die in „Sommer der Frauen“ ausstellen, sind Künstlerinnen. Gezeigt werden Arbeiten von Susanne Andreae, Ruth Bubel-Bickhardt, Ewelina Firek, Ursula Gomm, Anna Jander, Ilsabé Prinzhorn, Andrea Rauser, Ruth Schimmelpfennig-Schütte, Annette Schlien und Heike Schlobinski.

Mit einer solchen Gruppenausstellung, dazu mit zeitgenössischer Kunst, beschreite das Albert-König-Museum neue Wege, meinte Dietrun Otten, die als Kuratorin gemeinsam mit dem ehrenamtlichen Museumsleiter Jörg Nehse, jetzt die zweite Ausstellung konzipiert hat. Im Internet habe sie sich auf die Suche begeben nach Künstlerinnen in der Region und habe schließlich zehn von ihnen ausgewählt für die Ausstellung. „Es sind bemerkenswerte Frauen mit bemerkenswerten Lebensgeschichten, die unterschiedlicher nicht sein könnten“, so Otten. So reicht das Spektrum von akademisch ausgebildeten Künstlerinnen über eine Graphikerin bis hin zur Autodidaktin. „Allen ist gemeinsam, dass sie sich mit Leidenschaft der Kunst widmen“, so Kuratorin. „Sommer der Frauen“ solle auch zeigen, dass Kunst lebendig sei und es sie nicht nur im Museum gebe. Denn die gezeigten Künstlerinnen „leben und arbeiten mitten unter uns“.

Die 35 Werke der Ausstellung, darunter sieben Serien, bilden ebenfalls ganz unterschiedliche Aspekte des Leitthemas ab. Das Spektrum reicht von darstellend bis abstrakt, von farbintensiven Sommerimpressionen bis zu eher graphisch dominierten weiblichen Körpern. Auch das ein oder andere verstörende Bild sei dabei, so Dietrun Otten. Das gehöre zum Thema Frau.

Zur Ausstellung gibt es einen Katalog, der im Albert-König-Museum erhältlich ist. Zu sehen ist „Sommer der Frauen“ bis zum 17. Dezember. Die Öffnungszeiten sind bis Oktober täglich außer montags von 14.30 bis 17.30 Uhr. Ab November samstags und sonntags von 14.30 bis 17.30 Uhr. Freitags ist eintrittsfreier Museumstag. Die Bilder sind auf Anfrage käuflich zu erwerben.

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