CELLE. Der Fahrgastbeirat (FGB) des Sozialverbandes Deutschland, Ortsverein Celle, stützt den Vorstoß der SPD im Kreis Celle für ein Schüler-Netzticket. Bereits vor einigen Wochen habe der Fahrgastbeirat Ähnliches gegenüber Vertretern des Landkreises und der CeBus angeregt, so der Sprecher des SoVD-Fahrgastbeirates, Bernd Skoda.

“650 000 Euro mehr im ÖPNV-Kreissäckel in diesen Jahr sollten die Entscheidungsfindung erleichtern. Junge Menschen, die jetzt an ein gutes ÖPNV- Angebot gewöhnt werden, nutzen dieses möglicherweise auch später und meiden eventuell das individuelle Verkehrsmittel Auto oder steigen erst später auf ein solches um. Ein Gewinn für die Umwelt. Darüber hinaus generiert das eine bessere Auslastung des Wagenparks der CeBus und gegebenenfalls – bei entsprechender Nachfrage – eine Verdichtung des ÖPNV-Taktes für den ländlichen Raum”, sagt Skoda.

In diesem Zusammenhang greife der Fahrgastbeirat auch seine Forderung nach einem Seniorennetzticket erneut auf. Im Hinblick auf die demographische Entwicklung sei es jetzt Zeit, die Weichen entsprechend zu stellen und auch für Abendstunden und Wochenenden ein entsprechendes Angebot zu unterbreiten. Viele ältere Menschen könnten sich ein Auto nicht leisten oder wollten keines mehr nutzen. Stillstand im ÖPNV-Angebot bedeute aber Rückschritt.

Auch bei der Forderung der Kreis-CDU nach einen Celle Tarif signalisiert der SoVD-Fahrgastbeirat Zustimmung. Bereits früher habe der Beirat mehr Initiative und eine raschere Umsetzung angemahnt. “Woran es auch immer gescheitert sein mag, für Außenstehende ist es eine ‘Unendliche Geschichte'”, sagt Skoda. Wem die Erschließung des ländlichen Raumes ein echtes Anliegen sei, der müsse sich kümmern und der CDU Vorstoß scheine geeignet, wieder Bewegung in die Sache zu bringen. Es sei kaum noch zu vermitteln, woran es scheitere, dass Unterlüß und Eschede immer noch auf die Integration in einen Großraumtarif warteten.

Sie müssen sich registrieren oder anmelden, um diesen Beitrag zu kommentieren.