SoVD-Infonachmittag rückte Sicherheit im Straßenverkehr in den Fokus

Verkehr Von Extern | am Sa., 14.03.2020 - 18:00

NIENHAGEN. Die Sicherheit im Straßenverkehr für Radfahrer in Nienhagen war Thema beim Info-Nachmittag des SoVD. Seniorinnen und Senioren sind oft bis ins hohe Alter aktiv. Sie bewegen sich als Fußgänger mit und ohne Rollator im Straßenverkehr. Sie sind aber auch mit dem Auto ebenso wie mit dem Fahrrad oder Pedelec unterwegs. Und alle wollen noch so lange wie möglich aktiv am Straßenverkehr teilnehmen, fühlen sich aber oft unsicher, gerade auch mit dem Fahrrad. Der Verkehrssicherheitsberater der Polizeiinspektion Celle, Karsten Wiechmann, führte beim jüngsten Info-Nachmittag des SoVD Ortsverbandes Nienhagen kompetent und kurzweilig durch den Dschungel der vielfältigen Verkehrsregeln. Was darf man als Radfahrer und was nicht?

An vielen Beispielen aus der Gemeinde Nienhagen wie zum Beispiel der Dorfstraße, dem Sandförth und Schafstallweg wie auch der Papenhorster Straße zeigte er den fast 60 anwesenden Mitgliedern und Gästen, welche Verkehrsregeln für Fahrradfahrer gelten und wie die entsprechenden Verkehrsschilder zu deuten sind. Handelt es sich um einen kombinierten Geh- und Radweg, müssen Radfahrer hier fahren und auf Fußgänger achten; ein reiner Gehweg ist nur für Fußgänger da und für Radfahrer tabu. Der Radweg ist zu benutzen, wenn dies durch ein Verkehrsschild extra so angeordnet wird. Ist dies nicht der Fall, ist die Benutzung von einem vorhandenen Radweg keine Pflicht.

Radfahrer seien auf der Straße häufig sicherer als auf dem Radweg, denn dort würden sie von Kraftfahrern in jedem Fall gesehen, was auf dem Radweg nicht immer der Fall sein müsse, berichtete Karsten Wiechmann. So entstünden Unfälle häufig dann, wenn Autofahrer nach rechts abbiegen und Fahrräder übersehen, die auf dem Radweg geradeaus fahren. Zudem sollte der Radfahrer selbstbewusst seinen Platz im Straßenverkehr einnehmen. Umsichtig und vorausschauend fahren wie auch Rücksicht aufeinander nehmen trägt zur Sicherheit von Radfahrern im Straßenverkehr bei. Sich an die Verkehrsregeln zu halten sei unerlässlich, dies betonte Verkehrssicherheitsberater Karsten Wiechmann immer wieder. Besonders relevant werde dies, sobald es zu einem Fahrradunfall mit Beteiligung anderer Verkehrsteilnehmer komme. Hat der Radfahrer den falschen Weg benutzt, so kann es sein, dass er zumindest eine Teilschuld an dem Unfall zugesprochen bekommt. Auch sollte man sich nicht darauf verlassen, auf den Wegen, die man benutzt, die Verkehrsregeln zu kennen. Dies kann sich schnell ändern, wie Karsten Wiechmann an einigen Beispielen in der Gemeinde Nienhagen erläuterte.

So war es im November 2019 u.a. noch erlaubt, die Dorfstraße zwischen Bahnhofstraße und Grundschule als Radfahrer auf der linken Seite zu befahren; diese Regelung gilt inzwischen nicht mehr. Gut gerüstet und entsprechend für die Verkehrsregeln für Radfahrer sensibilisiert, ging der informative Nachmittag bei Kaffee und Kuchen zu Ende. Die lebhaften Diskussionen und vielen Nachfragen zeigten, wie groß bei Älteren der Informationsbedarf zu diesem Thema ist. 

...