SoVD Nienhagen informierte über "Frauen und Rente"

NIENHAGEN. Zu einem weiteren Info-Abend nach der Veranstaltung zum Thema Digitaler Nachlass hatte der SoVD Ortsverband Nienhagen in die Räume des KESS Nienhagen eingeladen. Es stand das Thema „Frauen und Rente“ auf dem Programm. Mit diesen Abendveranstaltungen möchte der SoVD Nienhagen auch Berufstätigen und Familien die Möglichkeit geben, sich zu interessanten Themen zu informieren.

Hannelore Buls, ehemalige Vorstandsvorsitzende des Deutschen Frauenrates und SoVD-Frauensprecherin Harburg-Land, informierte die nur sechs, aber dafür außerordentlich interessierten Anwesenden zuerst über die Frauenarbeit im SoVD. Soziales Engagement von und für Frauen bestehe seit der Gründung 1919 als Reichsbund durch die Erkenntnis, dass Frauen die Folgen inhumaner Politik oft als erste zu tragen hätten. Die Frauenbeauftragten im Verband sammeln die Anliegen der Frauen und tragen diese an die Politik heran. Der Sozialverband habe sich zur Aufgabe gemacht, die Politik immer wieder auf Missstände aufmerksam zu machen und damit auch schon einiges erreicht.

Danach erklärte die Referentin, wie prinzipiell die Rente funktioniert. Sie ging zudem auf die Frauen-Situation nach Ende einer Ehe ein und zeigte die Auswirkungen des Versorgungsausgleiches bei Scheidung und der Witwenrente bei Tod des Ehepartners auf. Auch die Mütterrente sprach Hannelore Buls an. Sie machte auch deutlich, dass und warum hauptsächlich Frauen armutsgefährdet seien. Sie ging auch darauf ein, was getan werden müsse, damit eine bessere Vorsorge für Frauen betrieben werden könne, nämlich bessere Verdienstmöglichkeiten, gleiches Geld für gleichwertige Arbeit, bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie für Frauen und Männer, eine Aufwertung sogenannter Frauenberufe und eine verbindliche Frauenquote in Führungspositionen. Dafür setze sich der Sozialverband ein und fordere zudem die Stabilisierung des Rentenniveaus.