CELLE. „Als Trauerspiel und ein Ärgernis, nicht nur für den wohlwollenden Besucher, der Celle wegen des schönen Ambientes oder zum Einkaufen besucht“, bezeichnet Bernd Skoda vom SoVD die in der Celler Altstadt vorhandenen Hürden, die für mobileingeschränkte Menschen „schlicht ein Horror“ seien. Die Rede ist von so genannten Werbereitern, aber auch Blumenkübeln, Auslagen vor den Geschäften, kurz allem, was irgendwie im Weg steht.

Das Problem bestehe nicht nur für blinde Menschen sondern für alle, die zur Fortbewegung technischer Hilfe bedürften, sagt Skoda zur aktuellen Debatte um eine neue Gestaltungssatzung für die Innenstadt. Oft habe der SoVD-Kreisverband Celle auf die Situation hingewiesen – getan habe sich leider wenig. „Wir halten für es richtig, mit der Gestaltungssatzung nicht nur wieder einen Teilaspekt zu betrachten, sondern endlich das Übel bei der Wurzel zu packen“, so Skoda.

Barrierefreie Aufenthaltsräume seien für ca. 10 Prozent der Bevölkerung zwingend erforderlich, für etwa 30-40 Prozent notwendig, aber für 100 Prozent komfortabel, so der SoVD. So betrachtet, müssten „Passantenstopper“ nicht zu Fallen für blinde Menschen oder zu Slalomstrecken für Rollstuhl- oder Rollatornutzer werden. „Wir denken, bei einigermaßen gutem Willen lässt sich der Verkehrsraum so aufteilen, dass jeder zu seinem Recht kommt und Bedürfnisse ‚Gehandikapter‘ akzeptiert. Wir denken, über Größe und Aussehen von ‚Reitern‘ zu diskutieren reicht nicht aus und ist nicht zielführend. Eine ‚Altstadt- Gestaltungssatzung‘ sollte schon umfassend Mängel auflisten und Wege aufzeigen diese auch zu beheben“, fordert Skoda.

 

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