BERLIN/HERMANNSBURG. Eine zweitägige Fachexkursion zum Thema Internationale Sicherheitspolitik haben kürzlich die Zwölftklässler des Christian-Gymnasiums nach Berlin unternommen. Sie erwartete angesichts der Kürze des Besuchs ein außergewöhnlich vielfältiges Programm.

Zunächst besuchten die Jugendlichen mit ihren Begleitlehrkräften Christian Böttner, Vivian Harborth, Jörg Lamm und Sebastian Salie die Gedenkstätte Deutscher Widerstand im so genannten Bendler-Block, wo Claus Schenk Graf von Stauffenberg und andere Wehrmachtsoffiziere infolge des gescheiterten Attentates auf Adolf Hitler hingerichtet worden waren. Während der Führung ging es allerdings nicht nur historisch zu: Immer wieder drehte sich die Diskussion um die Frage, ab welchem Grad des Unrechts auch heutzutage Widerstand gerechtfertigt oder geboten ist und ob Attentate oder gezielte Tötungen von Menschen vertretbar sind, um weiteres Leid zu verhindern.

Anschließend besuchten die baldigen Abiturienten das Verteidigungsministerium und erhielten im Rahmen eines Vortrages Einblicke in den dortigen Arbeitsalltag. Im Reichstagsgebäude nahmen sie dann als Zuhörer an einer Bundestagsdebatte teil und konnten die Wortgefechte der Abgeordneten, die sie sonst wohl nur aus dem Fernsehen oder der Zeitung kennen, aus nächster Nähe verfolgen.

Die Haltung der Bundesregierung gegenüber Russland, der Kampf gegen den Islamischen Staat (IS) und natürlich die Wahl Donald Trumps zum US-Präsidenten und deren Auswirkungen auf Deutschland waren die zentralen Themen bei einem darauf folgenden Treffen mit dem Bundestagsabgeordneten und Verteidigungspolitischen Sprecher der CDU-Bundestagsfraktion, Henning Otte. Er hatte den Schülern, die neben den Lehrkräften auch von zwei Jugendoffizieren der Bundeswehr begleitet wurden, diese Fahrt durch seine Einladung ermöglicht. Jörg Lamm, Fachobmann des Faches Politik-Wirtschaft am Christian-Gymnasium, dankte ihm dafür herzlich und zeigte sich mit dem Verlauf der Fahrt sehr zufrieden: „Spannende Einblicke ins politische Leben Berlins und lebhafte Diskussionen auf hohem Niveau – das hat sich gelohnt, zumal die meisten der Teilnehmer auch in Politik-Wirtschaft zu den besprochenen Themen im Abitur geprüft werden.“

 

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