Digital trifft auf Kunst und Schweinereien - Sparkasse eröffnet neues Kompetenzzentrum

Wirtschaft Von Peter Fehlhaber | am So., 10.11.2019 - 20:22

CELLE. "Das ist ja richtig familiär bei euch in Celle - bei uns würden zu einer Geschäftseröffnung nicht die Schützen kommen", staunte der Radio 38 Reporter aus Braunschweig. Und die Schützengesellschaft Hehlentor hatte sogar ein Gastgeschenk dabei: Eine Schützenscheibe ziert ab sofort das neue Kompetenz-Zentrum der Sparkasse am Harburger Berg in Celle - umgeben von vielen und großen digitalen Displays. Sie symbolisieren eine der innovativsten Bankfilialen der Sparkasse Celle-Gifhorn-Wolfsburg, wo Digital und Analog ineinander fließen soll. 

Stefan Gratzfeld, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Celle-Gifhorn Wolfsburg, begrüßte gemeinsam mit seinem Vorstandskollegen Dr. Patrick Kuchelmeister Landrat Herrn Klaus Wiswe, die Ortsbürgermeister Marianne Schiano, Klaus Didschies, Heiko Gevers und Axel Fuchs, Vertreter des Stadtrates Politik, MitarbeiterInnen der benachbarten Altenheime und eben den Schützenverein Hehlentor. Der "innovative Geist" Kuchelmeister habe diesen Bau maßgeblich vorangetrieben, der, auch das ist durchaus innovativ, vor der geplanten Bauzeit innerhalb eines Jahres fertig wurde. Gratzfeld dankte dem Projektverantwortlichen Jens Rickert für diese Punktlandung. 

Hohe luftige Räume und jede Menge "Schweinereien"

Gratzfeld: "Die Digitalisierung erfasst bereits nahezu alle Bereiche unseres Lebens. Auch das Nutzungsverhalten und die Erwartungen unserer Kundinnen und Kunden haben sich stark in den letzten Jahren verändert. Die täglichen Bankgeschäfte werden schnell, sicher und bequem online erledigt. Die Digitalisierung bringt Chancen. Diese Chancen lassen sich nutzen, wenn es gelingt, die digitale und die analoge Welt intelligent zusammen zu bringen und Menschen zu ermöglichen, das Beste aus beiden Welten zu erleben. Denn auch der Bedarf nach kompetenter persönlicher Beratung steigt stetig an. Bei der Konzeption und Entwicklung dieser Filiale war „das Beste aus zwei Welten“ unser Leitbild. Und ich freue mich sehr, dass wir eine der modernsten Filialen, in der das Banking zum Erlebnis wird, für unsere Kunden eröffnen.“ 

Wenn man den Eingang unter dem riesigen Display betritt, überrascht die Leichtigkeit durch lichthelle hohe Wände. Wohin man schaut, Technik, die einen aber nicht erschlägt. Natürlich mit den "altbekannten" Geld- und Kontoauszugsautomaten im Eingangsbereich. Hinter der nächsten Tür können viele "kleine Emmas" bestaunt werden. Sparschweine wurden zu Kunstwerken und warten auf die Bewertung der Besucher. Jedes einzelne ist übrigens in unserer Jugendausgabe www.cleverheute.de zu sehen.

Hausbau mit 360° Videotechnik

Ein Jahr lang hätten MitarbeiterInnen der Sparkasse jeden Montag in „Labormeetings“ neue digitale Beratungserlebnisse für die KundInnen erprobt und gestaltet, die nun zum Einsatz kommen. Die neue Filiale direkt an der B 3 verfügt über viele Parkmöglichkeiten. Neben einem "hochmotiviertem Team" beantwortet der digitale Kollege „Pepper“ den Besuchern Fragen und lädt sie auch zu Mitmachaktionen ein. Das Thema „Erlebnis“ werde durch die nahtlose Integration digitaler Welten in den Filialalltag zum Leben erweckt, schwärmt Kuchelmeister: „Der Einsatz von multimedialen Formaten ermöglicht unseren KundInnen ein neues Erlebnis und macht den eigenen Wunsch real. Für den Einsatz in der Filiale Vorstadt haben wir zum Beispiel einen Hausbau aus der Region begleitet. Der in 360° gedrehte Film zeigt nun Bauwilligen mit VR-Technologie Schritt für Schritt, wie der Traum vom eigenen Zuhause Wirklichkeit wird.“ Mit VR-Brillen können Anteilseigner von Immobilienfonds im virtuellen Raum auch die Objekte betreten, an denen sie über den jeweiligen Fonds beteiligt sind.

Moderner Bau, moderne Technik und "cooles Graffiti"

Real steht man also weiterhin in der Harburger Heerstraße, während man virtuell durch beeindruckende Räume in New York oder Tokio schaut und so ein abstraktes Finanzprodukt in Form einer konkreten kleinen Reise erlebt. "Ein Blick auf die innovative Innenarchitektur des neuen Gebäudes veranschaulicht, dass hier nicht nur Mensch und Technik perfekt zusammenkommen können, sondern auch Mensch und Mensch", so Kuchelmeister. 

Die Beratungsbereiche sind um den Innenhof gruppiert mit Blick auf Graffiti vom bekannten Celler Künstler Jörg Pippirs. Nach erfolgreichen Beratungsgesprächen können Unterschriften über Penpads gegeben und alle relevanten Unterlagen später im sicheren persönlichen elektronischen Postfach abgerufen werden, ganz ohne Papier und damit nachhaltig. Zur nachhaltigen, zukunftsausgerichteten Aufstellung der Filiale gehöre auch der Einsatz einer Photovoltaikanlage und eines Erdwärmetauschers, der unter der Parkfläche untergebracht ist. Auf der Parkfläche stehen Ladestationen für E-Automobile zur Verfügung.