Spatenstich für schnelles Internet in Winsen

Wirtschaft Von Redaktion | am Do., 11.08.2016 - 00:51

WINSEN. Die Telekom hat mit dem Ausbau von schnellen Internetanschlüssen im Vorwahlbereich 05143 begonnen. Los ging es am Dienstag in Winsen und Südwinsen mit den ersten Tiefbauarbeiten. Insgesamt will die Telekom rund sieben Kilometer Glasfaser verlegen und 14 Verteiler mit moderner Technik aufstellen. Das neue Netz soll so leistungsstark sein, dass Telefonieren, Surfen und Fernsehen gleichzeitig möglich sind. Auch das Streamen von Musik und Videos oder das Speichern in der Cloud soll bequemer werden. Das maximale Tempo beim Herunterladen steige auf bis zu 100 Megabit pro Sekunde (MBit/s) und beim Hochladen auf bis zu 40 MBit/s. Das hohe Tempo habe allerdings seinen Preis: Das Verlegen von Glasfaser koste die Telekom rund 70.000 Euro pro Kilometer. Von dem Glasfaser-Ausbau sollen rund 2.700 Haushalte ab dem vierten Quartal 2016 profitieren.

„Die Deutsche Telekom wertet mit der geplanten Investition nicht nur unsere Stadt, sondern jedes einzelne Grundstück im Ausbaugebiet auf“, sagt Dirk Oelmann, Bürgermeister von Winsen. „Ein schneller Internet-Anschluss gehört heute zu den wichtigsten Forderungen, die von jungen Familien und mittelständischen Unternehmen an die Politik gestellt werden."
„Wir liegen voll im Plan“, sagt Jan Helms, Vertriebsbeauftragter für den Breitbandausbau in der Region Nord bei der Deutschen Telekom. „Am Schluss wird sich das Warten gelohnt haben. Schnelle Internetanschlüsse sind ein Standortvorteil – für Winsen im Ganzen, aber auch für jede einzelne Immobilie.“

So kommt das schnelle Netz ins Haus

Auf der Strecke zwischen der örtlichen Vermittlungsstelle und dem Verteiler soll das Kupfer- durch Glasfaserkabel ersetzt werden. Das sorge für erheblich höhere Übertragungsgeschwindigkeiten. Die Verteiler würden zu Multifunktionsgehäusen (MFG) umgebaut und die großen grauen Kästen am Straßenrand zu Mini-Vermittlungsstellen. Im MFG soll das Lichtsignal von der Glasfaser in ein elektrisches Signal umgewandelt und von dort über das bestehende Kupferkabel zum Anschluss des Kunden übertragen werden. Um die Kupferleitung schnell zu machen, soll Vectoring zum Einsatz kommen. Diese Technik beseitige elektromagnetische Störungen. Dadurch würden beim Hoch- und Herunterladen höhere Bandbreiten erreicht. Es gelte die Faustformel: Je näher der Kunde am MFG wohnt, desto höher ist seine Geschwindigkeit.