CELLE. Heute bestätigt die Celler SPD-Stadtratsfraktion unsere gestrige Meldung in unserer Facebook-Ausgabe: Patrick Brammer ist zum neuen Fraktionsvorsitzenden gewählt worden. Diese Wahl war notwendig geworden, nachdem Dr. Jörg Rodenwaldt von dieser Aufgabe im Dezember zurückgetreten war.

Brammer habe seine Kandidatur kurzfristig angemeldet und setzte sich in der fraktionsinternen Wahl offenbar mehrheitlich gegen die ebenfalls kandidierende SPD-Ratsfrau Inga Marks durch.
SPD-Ortsvereinsvorsitzende Dietrich Burggraf: „Ich gratuliere Patrick Brammer zu seiner Wahl. Seine fachliche Kompetenz und seine sachliche ausgeglichene Art werden die Arbeit der Fraktion zukünftig prägen. Aber auch Inga Marks entrichte ich meinen Dank und Respekt für ihre Kandidatur. Die SPD wird frisch und in neuer Geschlossenheit für die Bürgerinnen und Bürger Celles da sein. Dafür benötigen wir alle mit ihren unterschiedlichen Profilen, Talenten und Gaben.“

In einem ersten Statement machte Brammer deutlich, dass er insbesondere für die Fraktion und für eine gute Zusammenarbeit insgesamt kandidiert habe. „Es geht primär darum, für die Bürger eine nachvollziehbare und gute Arbeit abzuliefern und Celle weiter zu entwickeln. Celle bietet gegenwärtig durch die bisherige Politik in dieser Stadt eine hohe Lebensqualität und diese muss gesichert bleiben. Celle ist unsere Heimat und die darf nicht kaputt gespart werden“, so Brammer.

Der Fraktionsvorsitzende lege Wert darauf, die Verwaltung sachbezogen, aber auch kritisch zu begleiten. „Die SPD-Fraktion hat nichts gegen Dr. Jörg Nigge. Meine Fraktion und ich haben aber etwas gegen fundamental falsche Entscheidungen und Weichenstellungen, wie zum Beispiel die aktuell anstehende Entscheidung der Übertragung der Jugendhilfe an den Landkreis Celle. Diese unnötige Abgabe kommunaler Aufgaben ist von Seiten der CDU und des Oberbürgermeisters viel zu kurz gedacht und eine völlig falsche politische Orientierung“, ist Brammer überzeugt.

Auch wolle die SPD in Celle der „kommunalpolitische Garant für den sozialen Ausgleich“ in dieser Stadt sein. „Die SPD ist und bleibt der Kümmerer und Ansprechpartner für alle Bevölkerungsschichten in dieser Stadt. Sozialdemokratie bedeutet aber auch, sich stets neu zu erfinden. Das tun wir als SPD seit 150 Jahren. Wir waren und sind eine Programmpartei, in welcher man sich vortrefflich streiten kann und dieses auch darf“, führt Brammer weiter aus.

„In der Celler Kommunalpolitik werde ich mit meiner Fraktion die begonnenen, laufenden und beschlossenen Großprojekte (Allerinsel, Nordwall, Bauhof) weiter konsequent begleiten.
Zukünftig muss aber genau überlegt und hinterfragt werden, welche Projekte noch realisierbar sind und vor allem finanzierbar sind“, so der 43-Jährige.

Auch zur Innenstadtentwicklung äußerte sich Brammer: “Wir müssen uns von dem Denken verabschieden, dass die Celler Altstadt mit einer ‚Käseglocke‘ geschützt werden kann und in diesem Zusammenhang muss zukünftig verhindert werden, dass private Investoren, wie der Betrieb Cramer, ohne ausreichende Begründung vom Hof gejagt werden können. Protektionismus hilft vielleicht kurzfristig, führt aber langfristig in die Katastrophe“, mahnt Brammer und schließt:

„Celle wird eine stärkere Dosis Sozialdemokratie sehr gut tun, denn wir wollen eine bunte und offene Stadt bleiben. Niemand darf hinten runter fallen oder ausgegrenzt werden. Das Wohl der Stadt und der Stadtgesellschaft ist oberstes Ziel meiner zukünftigen Arbeit,“

Persönliches:

Patrick Brammer stammt aus Garßen und hat nach dem Abitur am KAV im väterlichen Handwerksbetrieb gearbeitet. Nach weiteren beruflichen Stationen arbeitet Brammer nunmehr als Diplomsozialwirt in der Sozialverwaltung der Landeshauptstadt. Kommunalpolitische Erfahrungen sammelte Brammer seit 2011 im Rat der Stadt Celle. Patrick Brammer ist verheiratet und hat zwei Kinder.

Sie müssen sich registrieren oder anmelden, um diesen Beitrag zu kommentieren.