CELLE. Die SPD Celle blickt zurück auf ihre Bemühungen um die Sanierung des Blumläger Feldes und der Altstädter Schule, deren Finanzierung nun von Seiten des Bundes mit 10,5 Millionen Euro (CELLEHEUTE berichtete) gefördert wird.

„Seit Monaten standen auf der Agenda des SPD-Ortsvereins-Celle die Themen ‚Sanierung der Wohnanlage im Blumläger Feld‘ und die ‚Sanierung der Altstädter Schule‘ –  zwei  herausragende bauhistorische Werke des Celler Architekten Otto Haesler, errichtet im Stile und im Geiste der Bauhausarchitektur. Es bestand direkter Handlungsbedarf, da das Blumläger Feld nur durch eine Totalsanierung hätte wieder völlig hergestellt werden können“, so die Celler SPD, die wegen der bauhistorischen Bedeutung beider Anlagen im Rahmen einer gut besuchten Mitglieder-und Informationsveranstaltung fast einstimmig eine Totalsanierung für das Wohnquartier Blumläger Feld gefordert hatte. Die Altstädter Schule sei einer qualifizierten Sanierung zuzuführen. Vorausgegangen waren der Entscheidung kontroverse, aber sachkundigen Diskussionen. Alle Maßnahmen sollten selbstverständlich unter Einhaltung der Vorgaben des Denkmalschutzes umgesetzt werden. Ein Abriss der Wohnanlagen am Blumläger Feld war von den Mitgliedern der Celler SPD abgelehnt worden.

Da diese Projekte zur Zeit nicht aus dem Haushalt der Stadt Celle finanziert werden können, sondern ausschließlich über die städtische Wohnungsbaugesellschaft (WBG) abgewickelt werden müssten, stand das Problem der Finanzierung auf der Tagesordnung. Der SPD-Ortsvereinsvorsitzende Dietrich Burggraf suchte aus diesem Grunde zusammen mit dem SPD-Ratsherrn und dem Mitglied des Finanzausschusses Joachim Schulze (SPD) das zuständige Landesministerium in der Landeshauptstadt Hannover auf, um die Problematik der denkmalgeschützten Wohnanlagen vorzustellen und nach Finanzierungsoptionen zu suchen, um entsprechende Fördergelder auf allen Ebenen zu prüfen und zu beschaffen. Die Vorstellungen von Burggraf und Schulze seien im Ministerium mit großem Interesse aufgenommen worden. Eine Zusage konnten die Celler zum damaligen Zeitpunkt noch nicht mit nach Hause nehmen, was auch nicht zu gewesen sei.

Parallel hatte die SPD-Bundestagsabgeordnete Kirsten Lühmann Kontakt mit dem haushaltspolitischen Sprecher der SPD im Finanzausschuss des deutschen Bundetages, Johannes Kahrs, Kontakt aufgenommen, um auf der parlamentarischen Ebene Finanzierungsunterstützung für Celle einzuwerben. Kahrs hatte Ende August 2018 die Stadt Celle besucht und sich einen Eindruck bezüglich der Sanierungsnotwendigkeiten in der Siedlung Blumläger Feld und direkt in der Altstädter Schule verschafft. Noch am gleichen Tag gab es ein Abstimmungsgespräch mit Vertretern der Stadt Celle, einem Vertreter der WBG und der Haesler-Stiftung sowie Kirsten Lühmann MdB sowie Dietrich Burggraf und Joachim Schulze von der SPD Celle. „Zusammen mit Johannes Kahrs wurde ein Konzept und ein Antragsmodell entwickelt, welches vom Celler Stadtbaurat sehr zeitnah und zügig erarbeitet wurde und in Berlin eingereicht werden konnte. Hier wurde der Antrag dann auch entsprechend schnell geprüft und entschieden. Im zuständigen Ausschuss wurde der Antrag in dieser Woche  empfohlen. Der Bund will die Sanierungsabsichten hier vor Ort, mit 10,5 Millionen Euro fördern. Das bedeutet eine Rettung der Projekte auf hohem Niveau“, berichtet Joachim Schulze.

„Nur wenn alle vertrauensvoll in dieser Angelegenheit zusammenarbeiten, kann eine solche Sanierungskonzeption Erfolg haben“, so Celles SPD-Vorsitzender Dietrich Burggraf, der insbesondere der Bundestagsabgeordneten Kirsten Lühmann und Johannes Kahrs dankt, ohne dessen Ideen und Mithilfe dieses Ergebnis für Celle nicht hätte eingefahren werden können. „Wir danken aber auch dem Stadtbaurat Kinder, der in kürzester Zeit einen erfolgreichen Antrag mit all seinen Begründungsanlagen erstellt hat, um für unsere Stadt ein hervorragendes Ergebnis zu erzielen. Dank an alle, die hier aktiv und engagiert für unsere Heimatstadt mitgewirkt haben“, so Burggraf. Die SPD werde mit ihrer in dieser Angelegenheit erfolgreichen Bundestagsabgeordneten Kirsten Lühmann eng am Thema weiterarbeiten!

„Dieses ist ein erster entscheidender Schritt, um das Haesler-Erbe in Celle zu wahren und zu erhalten. Dieses kann aber auch der Auftakt zu einer kulturellen Stadtentwicklungsoffensive sein, die das Alleinstellungsmerkmal der einzelnen Haesler-Objekte unterstreicht und herausarbeitet,“ so Schulze abschließend .



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