CELLE. In der vergangenen Woche tagte zum letzten Mal der städtische Jugendhilfeausschuss der Stadt Celle. Die Celler SPD-Fraktion stellt sich nun die Frage, wo zukünftig Themen der Kinder- und Jugendarbeit, Kinderbetreuung und Prävention beraten werden sollen. „Denn durch die Abgabe der Jugendhilfe an den Landkreis Celle gibt es in der Stadt Celle diesen Ausschuss ab Januar 2019 nicht mehr. Deshalb beantragt die SPD einen eigenständigen Ausschuss als Nachfolge für den Jugendhilfeausschuss“, teilt Christoph Engelen, Mitglied der SPD-Fraktion und Vorsitzender des Jugendhilfeausschusses mit.

„Im Jugendhilfeausschuss wurden nicht nur Angelegenheiten und Themen der Jugendhilfe diskutiert und beschlossen“, so Engelen. Auch in Zukunft werde es Themen geben, die früher im Jugendhilfeaus schuss beraten wurden und nun in einem anderen Fachausschuss behandelt werden müssten. Die SPD-Fraktion vertritt die Meinung, dass es nicht sinnvoll ist, diese Themen in der laufenden Ratsperiode in einen bereits bestehenden Ausschuss zu verlagern. „Die SPD-Fraktion möchte weiterhin einen eigenständigen Ausschuss, in dem familienpolitische Themen beraten werden“, betont Engelen.

Er begründet diese Aussage damit, dass aktuell noch nicht abgesehen werden könne, wie sich die Abgabe der Jugendhilfe auf das Stadtgebiet auswirkt. „Auch ist noch völlig unklar, ob die Aufteilung der Stadtteilprojekte in Zuständigkeiten der Jugendhilfe (dann Landkreis Celle) und Jugendarbeit (Stadt Celle) reibungslos funktioniert. Außerdem steht die Stadt Celle weiterhin vor der besonderen Herausforderung, ausreichende Betreuungsplätze für Kinder vorzuhalten und zu planen“, erklärt der jugendpolitische Sprecher der SPD-Fraktion.

Diese Themen müssten weiterhin in einem eigenständigen Ausschuss politisch begleitet und diskutiert werden, so die Forderung im SPD-Antrag. Die Themen sind aus Engelens Sicht zu wichtig, um sie in einem anderen, bereits bestehenden Ausschuss zu beraten. Engelen warnt: „Die familienpolitischen Themen sind für die bestehenden Ausschüsse ganz neu! So vergeht wertvolle Zeit, weil sich die Ausschussmitglieder, die sich noch nie mit diesen Themenfeldern auseinandergesetzt haben, erst mit dieser neuen Thematik beschäftigen und vertraut machen müssen.“



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