CELLE. Der Schul- und Kulturausschuss des Kreistages folgte offenbar mit großer Mehrheit dem Antrag der Sozialdemokraten, den Förderschwerpunkt Lernen an der Pestalozzi-Schule in Celle um fünf Jahre bis 2028 zu verlängern.

„Durch diesen Beschluss können noch bis zum Jahr 2023 Kinder mit dem Förderbedarf Lernen an der Pestalozzi-Schule in die Sekundarstufe I eingeschult werden und ihren Abschluss machen, wenn die Eltern das wünschen“, erläutert der Fraktionsvorsitzende der SPD im Kreistag, Mathias Pauls, den Beschluss. „Wir wollen damit die angespannte Situation der Versorgung mit Förderschullehrkräften etwas entzerren und so der Umsetzung der Inklusion mehr Luft verschaffen.“ Hintergrund dabei ist, dass an einer Förderschule „Lernen“ nach derzeitiger Gesetzeslage mehr Schüler von einer Förderlehrkraft beschult werden können als an einer allgemeinbildenden Schule.

„Wir sehen uns dabei in großer Übereinstimmung mit dem Kreiselternrat“, so Pauls weiter. „Dies gilt im Besonderen für die Forderung nach einem regionalen Inklusionskonzept. Einerseits ist ein solches Konzept formale Voraussetzung für die Genehmigung des Antrages. Vielmehr soll damit aber unter Mitnahme aller Beteiligten wie Landesschulbehörde, Kreisverwaltung, Förder- und allgemeinbildenden Schulen und der betroffenen Eltern der Übergang zur wirklich inklusiven Schule in unserem Landkreis aktiv gestaltet und nicht nur verwaltet werden.

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