WIETZE. Vergangene Woche informierte Wietzes Bürgermeister Wolfgang Klußmann die Vorsitzenden der im Gemeinderat vertretenen Fraktionen und die Presse, dass die von der Gemeinde beantragten und erwartenden Fördermittel für Wietzes „Neue Mitte“ nicht kommen werden. Klußmann hatte deswegen gestern zur Sitzung des Verwaltungsausschusses und Gemeinderats eingeladen.

Auf der gut besuchten Gemeinderatssitzung wurde auf Bitten des Bürgermeisters und der CDU noch einmal eine Woche Zeit gegeben, nach Fördermöglichkeiten aus anderen „Töpfen“ zu schauen. Die Sitzung wurde auf Donnerstag, den 3. Mai, vertagt. Laut Klußmann liegt der Unterschied zwischen Ratssaal zu Bürgersaal bei Mehrkosten von 860.000 Euro. CDU und Klußmann hatten auf eine Förderung von ca. 500.000 Euro gehofft.

Die SPD stellt aus aktuellem Anlass noch einmal ihre Position zu dem Thema heraus: „Wir haben immer betont, dass wir selbst mit dem Erhalt von Fördermitteln wegen des bleibenden Eigenanteils mit mehreren hunderttausend Euro und insbesondere der erheblichen jährlich weiterhin anfallenden Betriebskosten gegen einen Bürgersaal sind.“ Ingolf Klaassen, SPD-Ortsvereinsvorsitzender erklärt: „Eine weitere Woche verstreichen lassen, das ist nicht das Schlimmste! Da noch ein weiterer Förderantrag in ähnlicher Höhe für ein sinnvolles Projekt nicht bewilligt wurde, sollte die Woche noch einmal genutzt werden, im Haushalt nach Sparmöglichkeiten zu suchen und sich für Fördermittel für das andere Projekt einzusetzen. Der Bau des Bürgersaals steht wegen dieser Finanzsituation nicht mehr zur Diskussion. Vielmehr sollte überlegt werden, ob wir wirklich einen Ratssaal oder einen nicht wesentlich kleineren Ratssaal brauchen. Bei der
gutbesuchten Ratssitzung im Saal des Dorfgemeinschaftshauses Hornbostel (120 Quadratmeter) waren trotz der ca. 40 interessierten Bürgerinnen und Bürger noch Plätze leer geblieben.“

Klußmann sollte nach Klaassens Ansicht die Woche nutzen, um einen mutigen Vorschlag in puncto Ratssaal zu entwickeln. „Doch hier habe ich wenig Hoffnung, dass der Bürgermeister in dieser Woche eine vernünftige 180- Grad-Wendung vollziehen wird. Falls doch, so werde ich ihn dabei unterstützen“, so der SPD-Fraktionsvorsitzende.

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