CELLE. Im Rahmen der jüngsten Sitzung des Finanzausschusses habe die Verwaltung eine klare ablehnende Haltung zur Einführung einer Feuerwehrrente für die vielen ehrenamtlichen Mitglieder der Celler Feuerwehren eingenommen, kritisiert der Fraktionsvorsitzende der SPD im Rat, Dr. Jörg Rodenwaldt. Von der Stadtverwaltung sei der Versuch unternommen worden, den SPD-Antrag auf Einführung einer Feuerwehrrente für aktive Feuerwehrfrauen und -männern aufgrund der schlechten städtischen Haushaltssituation ins Leere laufen zu lassen.

„Ganz offensichtlich haben Kämmerer Bertram und Oberbürgermeister Dr Nigge völlig vergessen, dass eine Stadt mehr als nur Zahlen in einem Haushalt darstellt. Stadt ist Heimat, Identität und Lebensgefühl. Nur wo dieses vorhanden ist und gefördert wird, werden sich Menschen auch künftig überdurchschnittlich stark engagieren,“ so der Fraktionsvorsitzende Dr. Jörg Rodenwaldt. „Gerade unsere Freiwillige Feuerwehr ist Vorbild und angesichts der hohen Brandlast unserer Altstadt ein unverzichtbarer Bestandteil der strukturellen Katastrophenschutz-Vorsorge.“

„Die verordnete Sparpolitik von Oberbürgermeister Dr. Nigge und dem Kämmerer Thomas Bertram entwickelt sich immer mehr zu einer ernsthaften Belastung für die Stadtgemeinschaft,“ kommentiert SPD-Ratsherr Christoph Engelen enttäuscht den Verlauf zum Thema Feuerwehrrente im Finanzausschuss. Er ergänzt: „Die Statistiken beweisen, dass unsere städtische Feuerwehr im Durchschnitt täglich einen Einsatz fahren muss. Wer erinnert sich nicht an die Großbrände, die unsere Feuerwehr in den letzten Monaten löschen mussten? Dies muss doch honoriert werden.“

„Mit dieser Sparpolitik gestaltet man nicht die Zukunft unserer Stadtgesellschaft, sondern gefährdet zukünftiges bürgerliches Engagement,“ so Rodenwaldt weiter und betont, dass die SPD „nicht einfach nur zusätzliches Geld sinnlos ausgeben will“, sondern auch einen Vorschlag zur Gegenfinanzierung unterbreitet habe.

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