BERLIN. Nach Katastrophen werben Spendenbündnisse in ARD und ZDF um Hilfe für die Opfer und blenden die entsprechenden Kontonummern ein.  Wohin die Gelder der Zuschauer fließen, hat die Zeitschrift Finanztest für ihre Dezember-Ausgabe ermittelt. Das Fazit: „Wer im Katastrophenfall spontan helfen möchte, kann bei zwei von drei Bündnissen sein Geld ruhigen Gewissens auf eines der angegebenen Nothilfekontos überweisen. Bei dem dritten Bündnis gibt es mehrere intransparente Organisationen, bei denen nicht ausreichend klar ist, was mit den Spenden geschieht“, so Finanztest.

Bei der ARD gehe das Spendengeld an zwei Bündnisse: an „Aktion Deutschland Hilft“ und das „Bündnis Entwicklung Hilft“. Beim ZDF werde das Geld für das „Aktionsbündnis Katastrophenhilfe“ eingesammelt. In den drei Bündnissen hat sich laut Finanztest ein Großteil der Katastrophenhilfsorganisationen Deutschlands zusammengeschlossen, um nach weltweiten Krisen gemeinsam um Spenden zu werben.

Alle Mitglieder von „Bündnis Entwicklung hilft“ (ARD), „Aktionsbündnis Katastrophenhilfe“ (ZDF) und die Bündnisse selbst hätten das Spendensiegel vom Deutschen Institut für soziale Fragen (DZI), das eine transparente und effiziente Verwendung der Spendengelder belege. Zwar habe die „Aktion Deutschland hilft“ (ARD) ebenfalls das Spendensiegel des DZI. Von 13 Vollmitgliedern ließen aber nur vier überprüfen, wie sie mit den enthaltenen Spenden umgehen.

„Die Bündnisse verteilen das Geld der Spender zunächst an ihre Mitgliedsorganisationen, die es dann an ihre Partnerorganisationen vor Ort weitergeben, die bereits im Katastrophengebiet arbeiten“, sagt Ariane Lauenburg von Finanztest. „Spender, die ein Mitglied des Spendenbündnisses gut kennen und auf dessen Arbeit vertrauen, sollten direkt an diese Organisation spenden“.

Der Test Spendenbündnisse sowie zahlreiche Tipps zum Spenden finden sich in der Dezember-Ausgabe der Zeitschrift Finanztest und sind kostenlos unter  www.test.de/spenden-fernsehenabrufbar

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