Spendensammlung für erkrankten Unterlüßer

Gesellschaft Von Redaktion | am Di., 18.05.2021 - 08:47

UNTERLÜSS. "Alles war ganz normal, bis sich im März 2020 alles änderte. Die ersten Anzeichen waren Sprachstörungen, Schreibschwäche, eine leichte Gangstörung, Angstzustände und später unerträgliche Kopfschmerzen. Nach dem MRT dann die niederschmetternde Diagnose: Glioblastom! Das ist ein Tumor des Gehirns, er wächst sehr schnell, innerhalb weniger Monate und ist hoch aggressiv." So beschreiben Cindy Zschiesche, die Tochter des Betroffenen, und seine Ehefrau Helma Jachmann, die Situation vor gut einem Jahr. Der Vater und Ehemann sowie Opa einer kleinen 3-jährigen Enkelin und sowie Stiefvater und Stiefopa von 9 weiteren Enkelkindern ist 56 Jahre alt.

Was dann folgte, war die Standard-Therapie, bestehend aus Operation, Bestrahlung und Chemotherapie. Die sei leider selten nachhaltig erfolgreich, da es meist zu einer Rezidiv-Bildung komme, das heißt, es bildet sich nach kurzer Zeit ein neuer Tumor, berichtet die Familie. Nach einer zweiten Operation vor drei Wochen, beginnt nun die nächste Chemotherapie und Strahlentherapie innerhalb eines Jahres.

Die Familie suchte nach Alternativbehandlungen. Fündig wurde sie an der Uniklinik Ulm. "Eine große Hoffnung setzen wir jetzt auf die CUSP9v3 Therapie, welche aus 9 verschiedenen Medikamenten-Wirkstoffen besteht, die im Einzelnen für sich, schon länger in der Medizin für andere Erkrankungen verwendet werden. Diese spezielle Therapie, ausgerichtet auf das Glioblastom, ist durch die Studie von Prof. Dr. Halatsch an der Uniklinik Ulm entstanden. Der Erfolg ist vielversprechend, bei der Hälfte der Studienteilnehmer stoppte das Tumorwachstum. Die Hälfte der Studienteilnehmer überlebten mit dieser Behandlung teilweise schon 3 Jahre ohne Rezidiv. (Tumorwiederkehr)", berichten Helma Jachmann und Cindy Zschiesche. 

Das Problem sind die Kosten, die monatlich ca. 2.500 Euro betragen und von den meisten Krankenkassen nicht übernommen würden. Die Familie hofft jetzt auf finanzielle Unterstützung. "Bitte helfen Sie uns - damit wir vielleicht noch Zeit zusammen haben können...damit wir unseren lieben Ehemann, Papa und Opi nicht schon in wenigen Wochen/Monaten verlieren müssen", so ihr Appell. 

Um zu zeigen, dass es sich um eine ehrliche Spendensammlung handelt, haben die Familienangehörigen ein Konto bei betterplace.me eingerichtet. "Wir würden uns über Unterstützung mehr als freuen", so die Tochter und Ehefrau des Erkrankten.