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Sport

Sportlerehrung der Stadt Celle: „Keine Stunde, die man im Sport verbringt, ist verloren“

29.03.2018 - 10:26 Uhr     CELLEHEUTE    0
Fotos: Peter Müller

CELLE. Die Sportlerehrung der Stadt Celle fand gestern im Alten Rathaus statt. Nach einer Begrüßung durch OB Dr. Jörg Nigge und Otto Sohnemann vom Kreissportbund, führte Jessy James LaFleur durch die Veranstaltung. 64 Sportler, die Erfolge auf norddeutscher – und höherer Ebene – bis hin zu Weltmeisterschaften erzielt haben, wurden gewürdigt. Darüber hinaus wurden Brigit Stöffler, MTV/E für ihre Verdienste bei der Organisation des Wasa-Laufes und Detlef Wiedemeier vom SSV Scheuen als verdienter Fußballschiedsrichter mit einer Trophäe ausgezeichnet.

Liste der zu Ehrenden



Rede von OB Dr. Jörg Nigge:

Meine sehr geehrten Damen und Herren,
liebe Aktive, Freunde und Förderer des Sports in Celle,
Ich begrüße Sie alle sehr herzlich im Alten Celler Rathaus zur Ehrung der Sportlerinnen und Sportler, die im vergangenen Jahr Bestleistungen erbracht haben – heute Abend im altehrwürdigen Ratsherrnsaal, also gediegener als unsere voluminöse Feier mit Lasershow im letzten Jahr, also wieder einmal eine andere Ausgestaltung.
Über eine neue Ausrichtung werden wir sowieso einmal nachdenken. Vielfach ist der Wunsch geäußert worden, der Sportlerehrung ein neues Format zu geben. Diese Wünsche sind auch berechtigt, denn wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit. Um aber gleich noch einmal bei „Altehrwürdig“ zu bleiben! Hierzu passt der Ausspruch des ehemaligen britischen Premierministers Sir Winston Churchill, der alte Herr wird ja immer wieder gern bemüht, „aber nicht „First of all: No sports!“- das hat er übrigens nie gesagt-, sondern, und das haben Sie sicherlich auch schon oft gehört, „Keine Stunde im Leben, die man im Sport verbringt, ist verloren. Und das gilt für Sie alle.

Sie haben zahlreiche Stunden für Ihren Sport, für das sportliche Leben in unserer Stadt eingebracht, Sie haben im vergangenen Sportjahr herausragende Leistungen erzielt, in ganz unterschiedlichen Sportarten haben Sie großartige Siege feiern können und gute Platzierungen geholt, in den entscheidenden Momenten
Ihr Bestes gegeben. Das ist unser aller Dank und Applaus wert!

Heute Abend dürfen wir 64 Sportlerinnen und Sportler auszeichnen, alle haben entweder im Team oder allein auf dem Treppchen gestanden, in Sportarten vom Rudern bis hin zum Indiaca. Aber derartige Erfolge fallen nicht so einfach vom Himmel, da gehört schon einiges dazu: Talent, Disziplin, Ehrgeiz und Zielstrebigkeit, um nur einige Komponenten zu nennen. Denn um nach oben zu kommen – und dort auch zu bleiben – muss man Tag für Tag trainieren. Das kostet Überwindung und nährt manches Mal auch den Selbstzweifel an der eigenen Leistung. Sie aber halten an Ihrem Trainingsprogramm fest, und beweisen so auch einen starken Charakter.

Deshalb liebe Sportlerinnen und Sportler, möchte wir Ihnen heute nicht nur zu ihren Leistungen, sondern auch zu Ihrer sportlichen Haltung gratulieren. Mein Dank gilt in diesem Zusammenhang Ihren  Betreuerinnen und Betreuern, Übungsleitern und Trainern sowie Ihren Eltern, die hinter Ihnen standen, die Sie angespornt, gefördert und aufgemuntert haben. Nun freue ich mich auf die Ehrung, auf interessante Gespräche mit Ihnen, gebe aber zunächst an Herrn Ostermann vom Kreissportbund Celle zur weiteren Begrüßung ab. Danach wird Frau Jessy James LaFleur Sie nach vorne bitten und uns alle durch die Ehrung führen!“

Verdienste Birgit Stöffler:

Mitglied im MTV Eintracht Celle seit 1966

Aktiv als Leichtathletin 800 m und Mehrkampf

1972 gehörte sie zum Orga – Team für den 1. Celler Volkslauf im Neustädter Holz

Nach aktiver Zeit als Kampfrichterin in der Leichtathletik bis heute tätig

Kampfrichtereinsätze bis zu Deutschen Meisterschaften in Celle

Gehört seit 1982 ununterbrochen dem Orga-Team des Celler Wasa-Laufes an

Mitorganisatorin des MTV Faschings von 1976 – 1985

In den vergangenen Jahren als Kassenprüferin im Hauptverein tätig gewesen

Auch als Aushilfe im Vereinskindergarten ehrenamtlich geholfen

Seit Jahren in verschiedenen Breitensportgruppen noch aktiv.

Die Laudatio hielt der Präsident des MTV/Eintracht, Klaus Rohr

Verdienste Detlef Wiedemeier:

Seit dem 1. Januar 1956 ist er Vereinsmitglied im SSV Scheuen und somit 62 Jahre im Sport und den unterschiedlichsten ehrenamtlichen Tätigkeiten im selben Verein dabei.

Schiedsrichterwesen:
Seit dem Jahr 1969 ist er für den SSV Scheuen Fußball-Schiedsrichter im Kreis Celle. Neben dem Altligafußball leitet Herr Wiedemeier im Jugendfußball noch Fußballheimspiele im Jugendbereich in Scheuen. Hier zeigt sich des Öfteren, dass er insbesondere ein Herz für die kleinsten Fußballer hat und geht sehr unterstützend als Schiedsrichter bei den Kleinsten vor. Beim traditionellen Pfingstturnier des Ortsteiles Scheuen wird er auch bei den Älteren noch immer regelmäßig als Schiedsrichter eingesetzt. Im Jahr 2016 wurde er durch den NfV Kreis Celle als Schiedsrichter des Jahres ausgezeichnet. Er gehört in der Summe betrachtet somit schon zum “Schiedsrichter-Inventar”.

Fußball:
Bis 1999 hat er sich –22- Jahre als Spartenleiter Fußball ehrenamtlich für den Herren- und Jugendbereich des SSV Scheuen eingesetzt.

Wandern:
Ab dem 1. Januar 2004 baute er die Wandergruppe des Vereins mit auf. Noch heute ist er dort als Spartenleiter aktiv tätig, plant und führt Wander-Unternehmungen auch mit benachbarten Verbänden und Vereinen durch. In 2017 hat er bspw. bei der regionalen Veranstaltung “Fit und aktiv auf dem Heidschnuckenweg” im Wanderbereich diesen für den Veranstaltungsort Celle mit ausgearbeitet.

Vorstandsarbeit:
Als “Not am Mann” war, ist er 2013 sofort trotz der Mehrbelastung als Mitgliederbetreuer des Vereins eingesprungen. Auch heute führt er diese Tätigkeit noch immer zur vollsten Zufriedenheit des Vereis aus. Neben der allgemeinen Kommunikation mit den Mitgliedern, der Übergabe von kleinen Geschenken zu größeren runden Geburtstagen, hütet er die Ehrungsdatei des Vereins und führt die jährlichen Ehrungen gemeinsam mit dem Vorstand durch.

Allgemeine ehrenamtliche Arbeit:
Bei der Durchführung von Vereinsveranstaltungen hilft er regelmäßig mit und unterstützt da, wo er gebraucht wird. Selbst bei Arbeitseinsätzen ist er aktiv dabei. So hat er bspw. auf dem Sportplatz die Unterstände für die Fußballmannschaften selbst gemauert.

Durch seine vertrauensvolle und hilfsbereite Art wird er von allen im Verein geschätzt. Wenn man ihn fragt, kann er (eigentlich) nicht „Nein“ sagen, weil ihm die Gemeinschaft und der Sport so wichtig sind. Im Jahr 2017 ist er von den Vereinsmitgliedern einstimmig als Ehrenmitglied des SSV Scheuen gewählt worden. Ein Aushängeschild für echte ehrenamtliche Arbeit.

Die Laudatio hielt der 1. Vorsitzende des SSV Scheuen,  Jörg Ristow.

 

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