CELLE. Celle ist beliebt als Wohnstandort. In der Vergangenheit habe der Bedarf an Bauplätzen allerdings nicht immer gedeckt werden können, heißt es aus der Stadtverwaltung. Jetzt entsteht in Groß Hehlen ein neues Baugebiet. Auf rund 12 Hektar Fläche sollen östlich angrenzend an die Ortslage im Baugebiet „Im Tale“ ca. 110 Bauplätze entstehen – vorzugsweise für Stadtvillen und Einfamilienhäuser. Ca. 80 Grundstücke werden durch die Stadt Celle vermarktet und stehen für individuelles Bauen zur Verfügung. Die restlichen 30 Bauplätze sollen über einen Bauträger gebaut und vermarktet werden. Hier soll eine Mischung aus Einfamilien-, Doppel- und Reihenhäusern realisiert werden.

„Nachdem aktuell in Klein Hehlen das Gebiet Kieferngrund II nach und nach bebaut wird, entsteht im Norden der Stadt ein weiteres hochwertiges Wohnquartier. Damit stärken wir den Wohnstandort Celle und können sowohl Celler Bürgerinnen und Bürgern als auch Auswärtigen ein attraktives Angebot unterbreiten“, erklärte Oberbürgermeister Dr. Jörg Nigge, der  weitere Gebiete ankündigte.

Stadtbaurat Ulrich Kinder hebt die Anbindung an den Stadtteil Groß Hehlen hervor: „Die vorhandene Infrastruktur kann genutzt werden. Grundschule und Versorgungseinrichtungen sind auf kurzem Wege erreichbar.“ Weitere Flächen im Quartier sind für gewerbliche Nutzungen reserviert. Auch eine KiTa ist vorgesehen. Das Baugebiet wird über die Straße „Zur Hasselklink“ erschlossen und ist durch Grünbereiche und Anger, die auch der Entwässerung dienen, gekennzeichnet. Ein zentraler Grünzug durchzieht das Plangebiet in Nord-Süd-Richtung, der für Naherholung genutzt werden kann.

Im Ausschuss für Stadtentwicklung und Bauen soll am 14. Juni das Planverfahren für die Änderung des Flächennutzungsplanes und die Aufstellung des Bebauungsplanes eingeleitet werden. „Beide Verfahren sollen möglichst noch im Frühjahr nächsten Jahres abgeschlossen sein, sodass noch in 2019 nach Erstellung der Erschließungsanlagen die ersten Häuser entstehen können“, so die Stadtverwaltung.

Ab Herbst 2018 können sich Interessenten für die Bauplätze bewerben. Die Verwaltung schlägt Auswahlkriterien vor, die das bürgerschaftliche Engagement honorieren – z. B. bei Feuerwehr, Bundeswehr, Polizei, caritativen Einrichtungen oder dem Technischen Hilfswerk. Auch weitere ehrenamtliche Tätigkeiten können angegeben werden. Ebenso sollen Familien, Ehepaare und eheähnliche Gemeinschaften bevorzugt ausgewählt werden. „Die Einwohner der Stadt Celle zeichnen sich durch ein sehr hohes bürgerschaftliches Engagement aus und prägen damit ein besonderes Zusammengehörigkeitsgefühl. Wir wollen dieses honorieren und bei der Vergabe der Bauplätze berücksichtigen“, erläutert Nigge.



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