CELLE. „Normal, dass ich unsicher bin?“ Unter diesem Motto bietet das „Celler Netzwerk Frühe Hilfen- Kinderschutz“ ab sofort Unterstützung für junge Eltern, die nach der Geburt ihres Kindes in eine belastende Situation geraten, mit der sie nicht alleine fertig werden. In Stadt und Landkreis Celle werden dafür Plakate, Poster, Postkarten und Materialien zum Mitnehmen aufgehängt und ausgelegt. Das Motto „Normal, dass ich so unsicher bin?“ und weitere Fragen sollen junge und werdende Eltern ermutigen, das anonyme und kostenlose Elterntelefon der „Nummer gegen Kummer“ (NgK) und die Onlineberatung für Eltern der Bundeskonferenz für Erziehungsberatung e.V./bke zu nutzen.

Das Elterntelefon ist von Montag bis Freitag von 9 bis 11 Uhr und am Dienstag sowie Donnerstag von 17 bis 19 Uhr anonym und kostenlos unter der Nummer 0800 – 111 0 550 erreichbar. Alle Angebote der bke-Onlineberatung sowie die Zeiten der Offenen Sprechstunde finden Ratsuchende unter www.bke-elternberatung.de. Das Angebot erfolgt mit Unterstützung des Nationalen Zentrums Frühe Hilfen (NZFH).

Die NgK und bke sind in der Elternarbeit bundesweit etablierte Anbieter. Sie beraten offen zu allen Themen und vermitteln in die Angebote der Frühen Hilfen vor Ort. Hier helfen zum Beispiel Familienhebammen, Eltern-Kind-Gruppen, Beratung für Eltern mit Säuglingen und Kleinkindern oder Frühförderstellen. Gemeinsam mit den Eltern können sie unterstützen und Lösungen finden.
„Ich freue mich sehr über dieses neue Angebot“, sagt der Landrat des Landkreises Celle, Klaus Wiswe und der Oberbürgermeister der Stadt Celle, Dr. Jörg Nigge, stimmt ihm zu. „Der Landkreis Celle und die Stadt Celle engagieren sich damit als familienfreundliche Kommunen und Vermittler wirkungsvoller Hilfen für ratsuchende Eltern“, so Nigge.

Frühe Hilfen richten sich an Familien und Kinder ab der Schwangerschaft bis zum dritten Lebensjahr und tragen dazu bei, dass Eltern gut für ihre Kinder sorgen können, vor allem dann, wenn es schwierig wird und sich Probleme zeigen.

Ansprechpartnerin als Netzwerkkoordinierende Frühe Hilfen – Kinderschutz im Jugendamt des Landkreises Celle, ist Frau Kirsten Birth, Tel. 05141/916-4332, für die Stadt Celle Frau Jeanette Block-Menze, Tel. 05141/125106. Informationen gibt es auch im Internet unter http://www.landkreis-celle.de/kreisverwaltung/jugendamt/koordination-fruehe-hilfen.html oder http://www.celle.de/fruehehilfen.

„Das Elterntelefon ist ein bundesweites, telefonisches Gesprächs-, Beratungs- und Informationsangebot, das alle Eltern in heiklen, aber auch alltäglichen Fragen schnell, kompetent und anonym unterstützt“, erklärt Rainer Schütz, Geschäftsführer von Nummer gegen Kummer e.V. „Mit dem Service wollen wir hierbei insbesondere junge Eltern in schwierigen Lebenssituationen erreichen. Die Beraterinnen und Berater am Elterntelefon wissen, welche Angebote der Frühen Hilfen für die Anrufenden hilfreich sein können, und motivieren diese, die Angebote zu nutzen.“

Die Onlineberatung für Eltern der Bundeskonferenz für Erziehungsberatung e.V. (bke) ist an sieben Tagen der Woche rund um die Uhr erreichbar. Sie bietet Unterstützung in allen Fragen der Erziehung durch professionelle Beraterinnen und Berater. „Gerade junge Eltern finden häufig den ersten Zugang zur kostenlosen Erziehungsberatung über das Netz“, so Silke Naudiet, Geschäftsführerin der Bundeskonferenz für Erziehungsberatung e.V. „Sie profitieren zusätzlich von dem Austausch mit anderen Eltern in den moderierten Gruppen-Chats und Foren. Die Anonymität hilft außerdem, auch schambesetzte Themen leichter anzusprechen.“ Das neue Angebot des Elterntelefons in Stadt und Landkreis Celle wird in Zusammenarbeit mit dem Landesjugendamt Niedersachsen und dem Nationalen Zentrum Frühe Hilfen durchgeführt.

Die Materialien zur Elternansprache und die Vernetzung mit den Beratungsangeboten wird vom Nationalen Zentrum Frühe Hilfen (NZFH) aus Mitteln der Bundesinitiative Frühe Hilfen des Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) gefördert. Das NZFH wird getragen von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) in Kooperation mit dem Deutschen Jugendinstitut e.V. (DJI). Es unterstützt seit 2007 die Fachpraxis dabei, familiäre Belastungen früher zu erkennen, bedarfsgerechte Angebote bereitzustellen und die Vernetzung der unterschiedlichen Berufsgruppen zu fördern. Außerdem koordiniert es die Bundesinitiative Frühe Hilfen auf Bundesebene. Weitere Informationen unter www.fruehehilfen.de

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