Stammzellspender für dreijährigen Malte aus Wathlingen gesucht

Medizin Von Susanne Zaulick | am Do., 18.03.2021 - 16:22

WATHLINGEN. „Da kann was nicht stimmen“, dachte Svenja Stupp, als ihr Sohn Malte im September vergangenen Jahres plötzlich keinen Appetit hatte, viel schlief und dann auch noch Fieber bekam. Obwohl der Dreijährige von Geburt an vom Lois-Bar-Syndrom, einem genetisch bedingten Krankheitsbild, betroffen ist, habe er sich gern und viel bewegt, berichtet seine Mutter. Ein Besuch beim Hausarzt mit Blutabnahme ergab, dass die Zahl der weißen Blutkörperchen erhöht war. An der MHH bekam die junge Mutter dann die Diagnose mitgeteilt: Leukämie.

Seitdem verbringt Svenja Stupp je eine Woche mit Malte in der MHH, dann wieder zwei Wochen zuhause. Die Chemotherapien vertrage der Kleine gut, erzählt seine Mutter aus der Klinik. „Malte hat recht wenig Nebenwirkungen.“ Trotzdem weine er natürlich bei schmerzhaften Behandlungen. Froh ist seine Mutter darüber, dass ihr Sohn das Krankenhaus trotzdem im Großen und Ganzen gerne mag. „Die sind super lieb“, lobt die 24-Jährige ÄrtzInnen und Pflegekräfte. 

In den Wochen zuhause versucht die Familie, ein wenig Alltag einkehren zu lassen. Ihr Freund und ihr Vater unterstützen sie bei der Betreuung der drei Kinder und bei den Fahrten in die MHH, berichtet Svenja Stupp. Malte spielt gerne mit seinen Schwestern, die ein bzw. zwei Jahre älter sind als er. Medikamente muss er aber auch zuhause nehmen. Nun richtet sich die Hoffnung der Familie auf die einzige Therapiemöglichkeit, die ihrem Sohn und Bruder helfen könnte, den Blutkrebs zu besiegen: eine Stammzelltransplantation.

Dazu müsste aber ein passender Spender gefunden werden. Die Deutsche Knochenmarkspenderdatei (DKMS) hat für Malte einen Aufruf zur Typisierung gestartet. Jeder, der dem kleinen Wathlinger oder anderen von Leukämie oder anderen Krankheiten betroffenen Patienten helfen möchte, kann unter www.dkms.de ein Registrierset für einen Wangenabstrich anfordern, der zuhause durchgeführt werden kann. Die individuellen Gewebemerkmale werden bei der DKMS gespeichert und laufend ausgewertet. Je mehr Menschen sich registrieren lassen oder die Arbeit der DKMS finanziell unterstützen, desto höher ist die Chance, dass auch für Malte ein Spender gefunden wird.

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