Ein Hauch von California Beach an der Aller

Sport Von Anke Schlicht | am Mi., 10.06.2020 - 11:18

OPPERSHAUSEN. Mut und einen gewissen Gleichgewichtssinn – mehr braucht es nicht, um sich im Stand-up-Paddling zu versuchen. „Es ist doch nur Wasser“, sagt Gina Hoog lachend, „wenn man mal hineinfällt, macht das gar nichts.“

Sie ist die Fachfrau und weiß sowohl um die Voraussetzungen als auch um die Risiken, die es so gut wie nicht gebe. Im März hat sie die Firma „SUP Spot Celle“ gegründet. Diese verleiht Paddling-Boards und bietet verschiedene Touren auf der Aller in Celle und Umgebung an. „Da ist richtig Druck drauf, die sind stabil und hart wie ein Brett, da wackelt nichts“, beschreibt die gelernte Physiotherapeutin die aufblasbaren Sportgeräte. Auch das dazugehörige Paddel ist zerlegbar, was den Transport komfortabel macht. „Man kann es ganz entspannt angehen lassen“, erläutert die Jungunternehmerin. Sie steht auf dem drei Meter langen Board, hält das Paddel mit beiden Händen und treibt die Aller entlang. Die Wassersportart stammt aus den USA, ist nach Europa herübergeschwappt. Seit circa fünf Jahren ist sie auch in Deutschland anzutreffen, vorwiegend in Großstädten. „Als wir auf den Sport im Urlaub aufmerksam wurden, haben wir geschaut, ob es hier in der Gegend auch so etwas gibt“, berichtet die Oppershäusenerin. Fündig wurden sie nicht und füllten die Nische kurzerhand aus.

Am Pfingstsamstag startete das Duo richtig durch: „Wir sind breit aufgestellt. Im Campingpark Hüttensee in Meißendorf unterhalten wir auch eine Verleihstation. Die Resonanz an Pfingsten war riesig.“ Die Touren auf der Aller sind zwischen zwei und siebzehn Kilometer lang, ein Shuttle gehört zum Service, die Kosten belaufen sich je nach Tour-Länge zwischen 20 und 35 Euro. Ein Angebot fällt aus dem Rahmen: „Unsere längste Strecke startet in der Schleuse in Langlingen und endet an der Celler Pfennigbrücke, das ist unser ‚Marathon‘ und mit 80 Euro etwas teurer“, erläutert die junge Frau. Auch tageweise kann ein Board, das in der Anschaffung zwischen 450 und 600 Euro kosten würde, gegen eine Gebühr von 30 Euro ausgeliehen werden.

Die Idee, Stand-up-Paddling auch in der Celler Region zu etablieren, ist nach Hoogs Einschätzung ausbaufähig. „Wir denken zum Beispiel über Firmen-Events nach.“ Es biete sich an, denn man muss nicht supersportlich sein. Als größten Vorzug der Trendsportart benennt Gina Hoog: „Es ist für jedermann und es macht echt Spaß!“

Weitere Infos unter: www.supspot.de