Statement der verkehrspolitischen Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion Kirsten Lühmann zum Thema illegale Autorennen:

BERLIN/CELLE. „Illegale Autorennen und Raser sind ein großes Problem. Schon viel zu viele Menschen sind dadurch zu Schaden gekommen. Ich begrüße, dass das heutige Urteil zu einem neuen Nachdenken darüber führt, wie wir mit dem Thema umgehen wollen.

Die bestehenden Regeln zu illegalen Autorennen reichen nicht aus. Wer die Geschwindigkeitsbegrenzungen mutwillig bricht und in unverantwortlicher Art und Weise durch Innenstädte oder aber auch über Landstraßen rast, muss wissen, dass das kein Kavaliersdelikt ist. Die Strafen müssen deutlich höher ausfallen, unabhängig davon, ob andere Menschen zu Schaden gekommen sind oder nicht. Denn die Tatsache, dass ein illegales Autorennen ohne Verletzte zu Ende geht, hängt letztlich nur vom Zufall ab. Wir werden in der Koalition dazu in den nächsten Wochen die entsprechenden Gespräche führen und möglichst noch vor Ende der Legislaturperiode eine Neuregelung schaffen.

Dabei wird es auch um eine rechtssichere Definition des Verhaltens gehen, das eine Gefahr für die Allgemeinheit darstellt und bestraft werden muss. Die Schweizer haben in diesen Fragen vor einiger Zeit ihr Straßenverkehrsgesetz reformiert, vieles davon taugt als Vorbild für eine Neuordnung der deutschen Regeln.“

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