WIECKENBERG/WIETZE. Der diesjährige „Stechinellitag“ am Samstag, 29. Juni, in Wieckenberg/Wietze besteht aus drei Konzerten. Die ersten beiden finden in der historischen Stechinelli-Kapelle statt, das dritte, ein Orgelkonzert, in der evangelischen Kirche St. Michael in Wietze.

Der Akkordeonist Vladimir Gorup eröffnet den Konzertreigen um 15:00 Uhr in der Stechinellikapelle mit Stücken von Bach, Mozart und eigenen Kompositionen. Seine brillante Spieltechnik und die ungeahnten Möglichkeiten des Akkordeons werden den Zuhörer in Erstaunen versetzen.

Vladimir Gorup ist in Zabok, Kroatien geboren. Er studierte Akkordeon an der Hochschule für Musik “Ino Mirkovic” in Lovran (Kroatien) und an der Musikabteilung der philosophischen Fakultät in Pula. Es folgte ein Studium an der Musikhochschule Hannover in der Akkordeonklasse von Prof. Elsbeth Moser (Abschluss 2008). Unmittelbar nach diesem Abschluss bestand er die Aufnahmeprüfung für Komposition. Er begann sein Kompositionsstudium in der Klasse von Prof. Johannes Schöllhorn und schloss sein Studium 2014 im Januar 2014 in der Klasse von Prof. Snežana Nešić ab.

Vladimir Gorup befasst sich mit der konzertanten, kompositorischen und pädagogischen Arbeit. Jahrelang hat er sich verstärkt der Kammermusik gewidmet, und seit 2008 tritt er regelmäßig im Duo mit der Sopranistin Laura Pohl (Duo Oblivión) auf. Gemeinsam haben sie viele thematische Programme entwickelt z.B. „Bach meets Piazzolla“, „Mussorgsky und Schubert- Bilder einer Ausstellung“, „Canciones espanolas“ usw. Mit dem Bassisten Heinz Maraun hat er mehrmals den Liederzyklus „Winterreise“ von F. Schubert aufgeführt.
Als Solist widmete er sich vor allem Werken der Barockzeit, den Werken Vladislav Zolotarjovs und dem Tango nuevo.

Vladimir Gorup komponiert Werke für solo Instrumente, kleine und große kammermusikalische Besetzungen (sehr oft in Kombination mit dem Gesang), konzertante Werke und Werke für symphonisches Orchester. Seine Kompositionen wurden bis jetzt in mehreren Ländern Europas von renommierten Ensembles wie z.B. dem Esbjerg Ensemble aus Dänemark aufgeführt.
Seit März 2015 arbeitet Vladimir Gorup als Assistent für die Fächer Kontrapunkt, Akkordeonliteratur und Instrumentenkunde an der Musikhochschule in Pula, Kroatien.

Ein absolutes Konzert-Highlight wird sicherlich der „Junge Chor Celle“ unter der bewährten Leitung von Egon Ziesmann sein. Das Ensemble konzertiert um 16:30 Uhr in der Stechinelli-Kapelle.

Der Junge Chor Celle, gegründet im August des Jahres 1977 als Jugendsingkreis Celle, ist der Chor als Kirchenchor der evangelischen Pauluskirchengemeinde in Celle zugehörig. Der damalige Gründer Egon Ziesmann ist auch heute noch sein Leiter. Die Altersstruktur des Chores reicht von 15 bis 50 Jahren. Markenzeichen des Chores ist seine Eigenständigkeit und Flexibilität, die sich bis heute in all seinen Auftritten und Konzerten zeigt. Weltliche und geistliche Chorwerke von der Renaissance bis zum 20. Jahrhundert, folkloristische Chorsätze aus der ganzen Welt, populäre und jazzige Chorwerke sowie die immer vorhandenen Spirituals und Gospels prägen bis heute seine Programme. So fühlt sich der Chor stilistisch fast überall heimisch. Der Junge Chor Celle ist ein A-cappella-Chor und sieht sich deshalb dem reinen und gepflegten Chorklang gegenüber besonders verpflichtet. Die Größe des Chores pendelt zwischen 30 bis 40 Mitgliedern. Über die Gestaltung von Gottesdiensten und Konzerten in seiner Heimatgemeinde hinaus wird der Chor häufig von vielen Organisationen, Gemeinden, kommunalen Einrichtungen und anderen Gruppierungen engagiert, um besondere Veranstaltungen und Aktivitäten mit seiner Musik zu bereichern.

Der Chor ist Mitglied im Arbeitskreis Musik in der Jugend (amj) in Wolfenbüttel sowie des Sängerkreises Celle-Soltau e.V. im Deutschen Sängerbund. In den letzten Jahren ist der Chor mehrfach als Preisträger ausgezeichnet worden. Zuletzt erhielt er einen dritten Preis mit dem Prädikat „mit sehr gutem Erfolg teilgenommen“ beim Niedersächsischen Chorwettbewerb 2001 in der Kategorie „Jazz vocal et cetera“.

Nach diesen beiden Konzerterlebnissen setzt sich die Zuhörerschaft in Bewegung und zieht nach Wietze zu 18:00 Uhr in die St.-Michael-Kirche um, denn für ein Orgelkonzert mangelt es der Stechinelli-Kapelle – noch – an einem adäquaten Instrument. Auch der diesjährige Stechinellitag steht unter der Überschrift „Eine neue Orgel für Stechinelli“. Es geht um den Einbau einer italienisch-inspirierten Kleinorgel für die Kapelle – die Auftragserteilung ist laut den Veranstaltern „zum Greifen nah“.

In Wietze spielt Axel LaDeur ein Orgelkonzert unter dem Motto „Feierabendmusik spezial – ein Tastenfeuerwerk“. In gewohnt lässiger Art und Weise präsentiert LaDeur Musik, Anekdoten und Wissenswertes aus der Welt der Orgel- und Kirchenmusik.

Nach Studium bei Prof. Manfred Brandstetter (Hannover) und verschiedenen Meisterkursen (u.a. N. Kynaston/London, G. Kaunzinger/Würzburg, A. Pagenel/Bourges) übernahm LaDeur 1992 die Stelle des Kreuzkirchenorganisten in Hannover. In der Folgezeit spielte er zahllose Konzerte im In-und Ausland, z. B. in Mexiko-Stadt, Rio de Janeiro, Sao Paulo und Riga, Dom zu Magdeburg, Minden und Französischer Dom in Berlin. Seit 1995 Zusammenarbeit mit dem Saxofonisten Thomas Zander, gemeinsame CD-Produktion „Premier Mouvement“.

Orgelbegleiter renommierter Chöre, z.B. Norddeutscher Figuralchor, Knabenchor Hannover (CD-Produktion „Michaelisvesper“), Junges Vokalensemble Hannover/Kammerkoor Antwerpen/NDR-Radiophilharmonie („Paulus“, F. Mendelssohn) und Mädchenchor Hannover. Konzertmitschnitte und Live-Übertragungen in Rundfunk und Fernsehen (u.a. „Axel LaDeur – Kirchenmusiker aus Leidenschaft“ in der einstündigen Sendung „Musikland Niedersachsen“, NDR).

Kirchenmusicals und Orgelmärchen für Kinder.

Uraufführung seiner Orgel-Filmmusik zu „Nosferatu“ und „Modern Times“ in der Marktkirche Hannover. Chaplin-Projekt (zusammen mit dem Schlagzeuger Andreas Schmitz), Improvisationen zu Stummfilmen von Charlie Chaplin. Auf seinen Nebeninstrumenten Hammond-Orgel, Klavier, Saxophon und Klarinette war und ist Axel LaDeur als Theatermusiker (Musical Director) und Bandleader tätig. Er ist Mit-Initiator des Bauvorhabens „Eine neue Orgel für Stechinelli“ zusammen mit der Kirchengemeinde St. Michael Wietze/Steinförde.

Zwischen den Konzerten in der Stechinelli-Kapelle gibt es Zeit für Gespräche. Es gibt Getränke, für das leibliche Wohl sorgen die Johanniter Celle. Außerdem kann der „Stechinelli-Wein“, welcher aus eben der Gegend kommt (Emilia-Romagna), aus welcher Francesco Capellini, gen. „Stechinelli“, stammt, probiert und erworben werden.

Der Eintritt kostet 15,- Euro komplett für alle drei Konzerte, Karten gibt es im Vorverkauf bei

Fa. Höltershinken und Leise, Nienburger Straße 25

Fa. Ballonliebe, Steinförder Straße 1

Kirchenbüro St. Michael, Steinförder Straße 12

Gelis Heide-Kiosk, Steinförder Straße 56

und an der Veranstaltungskasse an der Stechinelli-Kapelle ab 14:30 Uhr

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