WIETZE. Die Gemeinde Wietze informiert über ihr beschlossenes Integrationskonzept:

Mit einem Integrationskonzept entwickelt die Gemeinde Wietze verschiedene Ansätze, um Flüchtlingen und Menschen mit Migrationshintergrund noch besser und gezielter zu integrieren. Zur Umsetzung der Maßnahmen wird die Stelle des Integrationsbeauftragten entfristet und zusätzlich um eine halbe Stelle aufgestockt.

Mit der Flüchtlingssituation im Jahr 2015 wurde in Wietze erstmals die Stelle eines Integrationsbeauftragten geschaffen. Mit der Stelle sollte vor allem die Schnittstelle zwischen Verwaltung, Schutzsuchenden und ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern besetzt und damit die langfristige Integration von Flüchtlingen in der Gemeinde Wietze unterstützt werden. Auch der Umgang mit kommunalen Ämtern sollte Flüchtlingen, aber auch Menschen mit Migrationshintergrund erleichtert werden.

Nach rund zwei Jahren ziehen alle Beteiligten nun ein positives Fazit: „Die Stelle des Integrationsbeauftragten hat sich für Wietze sehr bewährt“, so Bürgermeister Wolfgang Klußmann. „Mit einem direkten Ansprechpartner in der Gemeinde, wurden Probleme schneller gelöst oder konnten sogar ganz vermieden werden. Zudem hat sich gezeigt, dass der Integrationsbeauftragte nicht nur für die Flüchtlinge, sondern auch grundsätzlich bei der Integration von Menschen mit Migrationshintergrund in Wietze eine große Hilfe ist.“

Gemeint sind hiermit auch Menschen aus dem EU-Ausland, die in Wietze Arbeit gefunden haben und zugezogen sind. „Zwar sind bisher keine größeren Probleme durch die neuen Bürgerinnen und Bürger aufgetreten, trotzdem wollen wir pro-aktiv handeln und die Integration von Beginn an unterstützen“, so der Bürgermeister. Hinzu kommt, dass einige Flüchtlinge mittlerweile anerkannt sind und nun dauerhaft in Wietze bleiben. Auch hier ist die Integration also längst nicht abgeschlossen.

Das Integrationskonzept sieht für Wietze eine Durchführung und Unterstützung von lokalen Maßnahmen vor, um die soziale und kulturelle Integration vor Ort zu verwirklichen. Geplant sind beispielsweise Sprachkurse, eine Praktikumsbörse und die engere Vernetzung mit Ämtern und Institutionen im Landkreis. Außerdem soll das bereits etablierte wöchentliche Treffen im sogenannten Integrationscafé fortgeführt werden.

Um die verschiedenen Ideen umzusetzen wurde die Stelle des Integrationsbeauftragten, die anfänglich nur für drei Jahre vorgesehen war, nun vom Rat der Gemeinde Wietze entfristet und außerdem eine weitere halbe Stelle in den Stellenplan aufgenommen. Besetzt werden die Stellen derzeit von einer männlichen und eine weiblichen Person und gerade diese Aufteilung hatte sich in der Vergangenheit in vielen Situationen als hilfreich erwiesen. So konnte beispielsweise die geschlechtliche Gleichberechtigung positiv vorgelebt werden. Zudem hatte sich gezeigt, dass sich gerade Migrantinnen bei einem gleichgeschlechtlichen Ansprechpartner besser aufgehoben fühlen.

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