CELLE. Das Celler Traditionsunternehmen Haacke wird an beiden Standorten Stellen kürzen. Entsprechende CELLEHEUTE-Informationen bestätigte das Unternehmen heute in einer Stellungnahme. Die Beratungsstandorte mit Musterhäusern in Celle und in der Fertighauswelt in Langenhagen würden für Bauinteressenten erhalten bleiben. Laut Unternehmen werde damit ein alter Beschluss aus dem Jahr 2009 nun umgesetzt. Durch die Maßnahme könne Haacke Haus künftig günstigere Preise für Häuser anbieten.

Genaue Zahlen und wen es betrifft, will das Unternehmen derzeit nicht bekanntgeben. In der kommenden Woche würden dazu Gespräche mit den Betroffenen geführt. „Der Standort Celle bleibt in jedem Fall für Interessenten und Kunden von HAACKE Haus erhalten. Der Produktionsstandort in Werder/Havel bleibt ebenfalls erhalten“, so Sprecher Axel Jakob.

Nachdem Rosemarie und Wolfgang Haacke 1996 als verantwortliche Geschäftsführer der Haacke Haus in den Ruhestand getreten waren, hatten sie zum 1.2. 2016 mit 84 bzw. 86 Jahren dem Steuerberater Ralf Kottke die Geschäftsführung übergeben. Entsprechenden Anteile hatte Kottke mit seiner Frau erworben. Zum 30.09.2017 seien die letzten Kommanditanteile der Haacke Treuhand GmbH auf Kottkes übergegangen.

Wolfgang Haacke gegenüber CELLEHEUTE: „Wie wir als Eigentümer der an Haacke Haus vermieteten Liegenschaften in Westercelle hören, wird aus Gründen der betrieblichen Straffung und Rationalisierung auch der Restbereich von Haacke Haus im Werk Potsdam konzentriert. Die Gerhard C.F. Haacke e.K., die Haacke Treuhand GmbH, die gemeinsame Haacke Stiftung und die Haacke Isolierklinker GmbH bleiben ihrem Standort Celle bereits seit 1879 weiterhin eng verbunden. “

Ralf-Peter Kottke: „Dringlichste Aufgabe war vom ersten Tag an, das Unternehmen für eine erfolgreiche Zukunft aufzustellen und unternehmerische Fehler der Vergangenheit zu berichtigen. Bereits im Jahre 2009 wurde von der damaligen Geschäftsführung in Abstimmung mit dem Eigentümer Wolfgang Haacke der Umzug des Unternehmens nach Werder/Havel bei Potsdam beschlossen und allen Celler Mitarbeitern gekündigt. Ein Teil der Mitarbeiter der Verwaltung wurden von der Haacke Treuhand übernommen und haben weiterhin Dienstleistungen im kaufmännischen Bereich für Haacke Haus übernommen. Die Doppelstrukturen erwiesen sich als wirtschaftlich nicht mehr tragbar. Daher wird nun der Beschluss aus dem Jahr 2009 bis zum Jahresende 2018 umgesetzt.“

Um im Wettbewerb bestehen und weiterhin eine Spitzenposition einnehmen zu können, würden Kostenfaktoren, Arbeitsabläufe und Personalbestand „den aktuellen Anforderungen angepasst“, so Kottke. „Celle bleibt als Standort für Vertrieb, Planung und Ausstattung erhalten, da der Kernmarkt nach wie vor Norddeutschland ist. Für HAACKE Haus Kunden und Interessenten ändert sich dadurch nichts. Wir werden verstärkt auf den Kunden zugehen und neue Akzente bei der Kundenorientierung und im Service schaffen. Zusätzlich können wir durch Straffung der Arbeitsabläufe und Abbau von doppelten Strukturen die Hauspreise reduzieren.“

Als erstes Ergebnis dieser Maßnahmen werde noch im Juni ein Aktionshaus mit einem günstigen Preis bei „außergewöhnlich kompletter Ausstattung angeboten“, so das Unternehmen.

Eine Antwort zu “Stellenabbau bei Haacke Haus – „Unternehmerische Fehler in der Vergangenheit“”

  1. a.debertin sagt:

    Als langjährigen Mitarbeiter der Firma Haacke, bin ich ein bisschen enttäuscht von Celler Heute. Dafür, das ich 5€ für ein Monatsabbo bezahle und ihr zur Hälfte nur Blödsinn schreibt, bin ich ein wenig enttäuscht. Nach euren Aussagen wäre H. Haacke
    mittlerweile 111 Jahre und seine Frau 109. Was soll ich von diesem Bericht noch glauben?

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