Sternfahrt und Demo für die Ostumgehung mobilisiert rund 2000 Menschen

Gesellschaft Von Redaktion | am Fr., 30.08.2019 - 21:29

CELLE. "Sofortvollzug" lautet das Schlagwort, das heute die Runde machte und alle Befürworter der Ostumgehung jubeln lässt. Da jetzt die Haushaltsmittel für den dritten Bauabschnitt freigegeben sind, können die Ausschreibungen starten. Nichtsdestotrotz klagt der BUND gegen das Projekt, was heute rund 1800 Menschen auf die Straße getrieben hat. Bei einer Fahrradsternfahrt und Kundgebungen stand das Ziel im Mittelpunkt, das die veranstaltende Bürgerinitiative im Namen trägt: "Ostumgehung jetzt".

Mit dabei waren, neben den Celler Bundestagsabgeordneten, auch OB Dr. Jörg Nigge, der Parlamentarische Staatssekretär Enak Ferlemann aus dem Bundesverkehrsministerium und Niedersachsens Wirtschaftsminister Bernd Althusmann. Er hatte am 27. August ein Schreiben von Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer erhalten, in dem dieser darlegt, dass die Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr die Chancen, mit der derzeitigen Planung vor dem Oberverwaltungsgericht Lüneburg zu bestehen, als hoch einschätzt. Vor diesem Hintergrund werde der Sofortvollzug des Planfeststellungsverfahrens hergestellt.

 
Die Bürgerinitiative teilt im Nachgang zu der Veranstaltung mit:

"Wenige Tage nach Gründung der Bürgerinitiative „Ostumgehung – Celle jetzt!“ e.V. fand heute die erste große Aktion in Form einer Demonstration statt.  Mit verschiedenen, über das Stadtgebiet verteilten einzelnen Aktionen wurde auf die nicht mehr hinnehmbare Verkehrssituation in Celle und Umgebung aufmerksam gemacht. Die Demonstration war ein riesiger Erfolg und übertraf die Erwartungen ganz erheblich.

An der Fahrradsternfahrt nahmen rund 1.000 Fahrradfahrer teil. Insgesamt haben an der abschließenden Kundgebung auf dem Apfelweg in Altencelle dann insgesamt etwa 1.800 Protestler teilgenommen.  In der Abschlusskundgebung erläuterte der Vorsitzende der Bürgerinitiative, Herr Dr. Jens Dommes (2019-08-30_BI_Demo_Rede_Dommes) unter ständigem Applaus, dass die Ostumgehung dringendst fertig gebaut werden muss. Anders könnten die Menschen nicht von der unerträglichen Verkehrsbelastung befreit werden. Anschließend sagte der Oberbürgermeister der Stadt Celle, Herr Dr. Jörg Nigge, seine weitere Unterstützung zu. Über die Parteigrenzen hinweg würde an dem Thema konstruktiv gearbeitet. Zudem kündigte er zwei „Überraschungsgäste“ an, die auch zu den Kundgebungsteilnehmern gesprochen haben: Niedersachsens Verkehrsminister Dr. Bernd Althusmann und den Parlamentarischen Staatssekretär Enak Ferlemann aus dem Bundesverkehrsministerium.

Beide hatten eine überraschend gute Botschaft im Gepäck: Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer habe die von Niedersachsen beantragte Baufreigabe für den Mittelteil der Ortsumgehung Celle erteilt. Damit sei zumindest die Finanzierung für den Weiterbau durch den Bund sichergestellt. Auf dieser Grundlage würde jetzt seitens des niedersächsischem Verkehrsministerium der Sofortvollzug angeordnet.

Hier müsse man auch damit rechnen, dass der BUND dagegen erneut rechtliche Schritte einleiten wird. Allerdings würden die Erfolgsaussichten in diesem Fall gering eingeschätzt."