Sternsinger helfen Arbeitswaisen in Osteuropa

Religion Von Extern | am Mo., 04.01.2021 - 16:11

CELLE. Die Pandemie verlangt auch von den Kindern, die die jährlich um den 6. Januar stattfindende Aktion Sternsingen durchführen, ein Umdenken und phantasievolles Handeln. Hausbesuche, um die Wohnungen zu segnen und Gaben für notleidende Kinder in aller Welt zu erbitten, sind wegen der Kontaktbeschränkungen nicht möglich. Stattdessen stellten sich in diesem Jahr drei Geschwisterkinder als heilige drei Könige mit ihrem Sternträger am 2. Januar zur Gottesdienstzeit vor der St. Hedwigskirche auf.

Während die Aktionslieder von einer CD erklangen, hielten die Sternsinger den vorübergehenden Menschen an einer zwei Meter langen Stange ein Spendensäckchen entgegen und baten um Unterstützung für Kinder in der Ukraine. Mit dieser in der Gemeinde zuvor nicht angekündigten Aktion wächst das Spendenkonto Dreikönigssingen nun um 289 Euro, wie die Kirchengemeinde mitteilt. Sie richtet einen herzlichen Dank an alle, die sich spontan dem Anliegen der Kinder angeschlossen haben. Spenden können weiterhin eingezahlt werden auf das Konto Die Sternsinger, IBAN: DE 95 3706 0193 0000 0010 31;  BIC: GENODED1PAX

Bei der diesjährigen Aktion Sternsingen stehen notleidende Kinder in der Ukraine im Mittelpunkt, deren Eltern im Ausland arbeiten, um ihre Familie ernähren zu können - in Deutschland leben und arbeiten circa 145.000 Ukrainer in der Pflege, Gastronomie, Fleischindustrie, auf dem Bau oder in der Landwirtschaft. Viele von ihnen verlassen ihre Familien auf Dauer und kümmern sich nicht mehr um ihre Kinder, so die Kirchengemeinde. Laut einer Studie wachse jedes fünfte Kind ohne Eltern auf. Um diese sogenannten Arbeitswaisen geht es bei der diesjährigen Aktion Sternsingen.

Text: Bernhard Kolle