Stilles Gedenken an zwei Hermannsburger Opfer der Euthanasie

Gesellschaft Von Extern | am Di., 09.06.2020 - 11:31

HERMANNSBURG. Hermannsburg hat mit Irmgard Ruschenbusch (Jahrgang 1896) und Agnes Timme (Jahrgang 1912) den Verlust zweier Bewohnerinnen zu beklagen, die im Rahmen der Euthanasie (Aktion T 4) am 16. Juni 1941 von den Nazis ermordet wurden. Daran erinnert die Initiativgruppe Stolpersteine (Südheide) und lädt zum Stillen Gedenken ein am Dienstag, 16.06.2020 um 18:30 Uhr.

Zunächst versammelt man sich in die Lotharstraße 14 zum Gedenken an Irmgard Ruschenbusch (1896 bis 1941), die dort gelebt hat, bevor sie dem Holocaust zum Opfer fiel. Dort wird die Erinnerung an Hermannsburger Geschichte buchstäblich aufpoliert, eine Kerze angezündet, eine Blume niedergelegt und mit wenigen Worten und Schweigen gedacht. Anschließend wird nach einem kurzen Fußmarsch am Lutterweg 16 in derselben Weise an Agnes Timme (1912 bis 1941) erinnert.