FASSBERG. C160, CH53, EC145 oder auch NH90 – wer diese Typenbezeichnungen spontan Flugzeugen und Hubschraubern von Luftwaffe und Heer zuordnet, dürfte sich bereits jetzt auf den Tag der Bundeswehr freuen. Am 15. Juni öffnet der Fliegerhorst Faßberg seine Pforten erneut zu dieser Großveranstaltung, zu der nicht nur tausende Besucher, sondern auch die Bundesministerin der Verteidigung erwartet wird.

Gestern stellten Oberst Georg von Harling als Kommandeur des Technischen Ausbildungzentrums der Luftwaffe, Oberst Olaf Bölting, Kommandeur der Transporthubschrauberregimentes 10 sowie Faßbergs Bürgermeister Frank Bröhl das Programm vor, das sich mit den Erinnerungsveranstaltungen zur Luftbrücke über gut drei Tage erstreckt. 2500 Soldaten und zivile Mitarbeiter werden hierfür im Einsatz sein, das allein macht die Größenordnung der Veranstaltung deutlich. Bereits am Mittwoch, 12. Juni, werden die ersten Luftfahrzeuge in Faßberg landen, darunter C-160 Transall, der Airbus A400M, Tornado, Eurofighter, und um die 30 DC 3, die als „Rosinenbomber“ in die Geschichte eingegangen sind. Am Donnerstag, 13. Juni, gibt es dann für flugbegeisterte Fotografen beim Spotter Day Gelegenheit, die Luftfahrzeuge aus nächster Nähe am Boden und in der Luft zu fotografieren. Hierfür ist eine rechtzeitige Anmeldung notwendig.

Am Abend organisiert die Gemeinde Faßberg ein „fly in barbecue“, zu dem rund 400 Gäste, darunter Veteranen und Angehörige der Luftbrücke, eingeladen wurden. Hierfür hat die Gemeinde Spenden erhalten von der Firma Rheinmetall (10.000 Euro), der Sparkasse Celle (ebenfalls 10.000 Euro) sowie der Ariane Group (3000 Euro). Zugleich sollen im Rahmen des Barbecue Spenden für die generationenübergreifende Vermittlung der Bedeutung der Luftbrücke, zum Beispiel im Rahmen von Schulprojekten, gesammelt werden.

Der 14. Juni steht im Zeichen des Gedenkens an das Ende der Luftbrücke vor 70 Jahren. Die Feierlichkeiten mit ökumenischem Gottesdienst, Grußworten des stellvertretenden Ministerpräsidenten Dr. Bernd Althusmann sowie des Inspekteurs der Luftwaffe, Generalleutnant Ingo Gerhartz, und Kranzniederlegung finden ab 10 Uhr auf dem Platz der Luftbrücke am Rathaus statt. Am Abend gibt es ein Konzert mit der Big Band der Bundeswehr auf dem Schützenplatz. Der Eintritt ist frei.

Am Sonnabend, 15. Juni, öffnet der Fliegerhorst ab 9 Uhr seine Pforten. Wie schon vor zwei Jahren werden Parkmöglichkeiten aus allen Richtungen außerhalb des Fliegerhorstes eingerichtet. Der Weitertransport erfolgt mit Bussen. Alle Besucher werden einer Personenkontrolle unterzogen. Im Mittelpunkt des Programms stehen zwischen 10.30 und 12 Uhr sowie von 14 bis 15.30 Uhr die „flying displays“, bei denen Luft- und Bodenfahrzeuge der Bundeswehr nicht nur am Boden, sondern auch in der Luft zu erleben sind. Thematisch wird den Besuchern am Vormittag ein Schaubild zur Sicherung eines hochwassergefährdeten Deichs präsentiert, am Nachmittag steht die Flugschau unter dem Titel „humanitäre Hilfeleistung“.

Am Boden präsentiert die Bundeswehr nicht nur ihre Großgeräte, darunter neben den bereits genannten Flugzeugen und Hubschraubern auch Panzer und Unterstützungsfahrzeuge, sondern auch Ausbildungs- und Berufsmöglichkeiten im „Karrierecenter“. Eine Halle widmet sich der Luftbrücke. Die Industrie ist mit Rheinmetall, MTU und Airbus Helicopters (ehemals Eurocopter) vertreten. Weitere Kooperationspartner, Vereine und Verbände stellen auf dem Gelände aus.

Gegen 13 Uhr wird Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen eine Ansprache halten, die an die anderen Standorte, an denen ein Tag der Bundeswehr stattfindet, übertragen wird. Um 16 Uhr starten dann die „Rosinenbomber“ nach Berlin, wo an diesem Tag ebenfalls Feierlichkeiten zur Erinnerung an das Ende der Luftbrücke stattfinden.

Oberst Olaf Bölting informierte über das Flugprogramm.

Bürgermeister Frank Bröhl stellte die Feierlichkeiten zur Erinnerung an das Ende der Luftbrücke vor.

Gruppenfoto mit Vertretern von Bundeswehr und Gemeinde sowie Gästen der Präsentation.

Sie müssen sich registrieren oder anmelden, um diesen Beitrag zu kommentieren.