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Projekt von CBS und Johannitern wurde vorgestellt

Tag der offenen Baustelle in zukünftiger Demenz-Wohngemeinschaft

17.09.2017 - 07:44 Uhr     CelleHEUTE    0
Fotos: Peter Müller

CELLE. Noch befindet sich die Wohngemeinschaft für demenziell Erkrankte in der Hattendorfstraße 130/131 im Bau. Doch am Freitag, 15. September, konnten Interessierte beim Tag der offenen Baustelle einen ersten Eindruck bekommen, wie die für Celle neue Form des Wohnens für Menschen mit Demenz aussehen wird. Die Celler Bau- und Sparverein eG (CBS), die die Räume vermietet, und die Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. (JUH), die die Betreuung und Pflege übernehmen wird, stellten Räumlichkeiten und Konzept der Wohngemeinschaft, die im Januar 2018 eröffnen wird, vor.

 

Die Bewohner teilen sich einen großzügigen Wohn- und Essbereich und eine Küche. Jeder der neun Mieter hat ein Zimmer für sich, in das er sich ungestört zurückziehen kann, und das er so einrichten kann, wie er möchte. Die Wohngemeinschaft nutzt das Erdgeschoss und das erste Obergeschoss des Hauses. Unter dem Dach sind noch zwei Wohnungen für Rollstuhlfahrer, die aber nicht zur WG gehören. Verbunden sind die Stockwerke mit einem Fahrstuhl, der von außen an das Gebäude angesetzt wurde.

„Betreuungs- und Pflegekräfte kümmern sich rund um die Uhr um die, im Vergleich zum Altenpflegeheim, kleine Anzahl an Bewohnern“, so Henning Hamann, JUH-Dienststellenleiter, „so entsteht eine familiäre Atmosphäre in diesem kleinen Bereich, in der eine individuelle Betreuung gut möglich ist.“

Besonders wichtig ist den Betreibern die Selbstbestimmtheit der Wohngemeinschaft. Die Bewohner entschieden darüber, wie sie zusammenleben möchten, beispielsweise was die Besuchszeiten, das Rauchen, die Tierhaltung oder den Speiseplan angeht. Das Team von Johanniter-Kräften unterstütze die Bewohner dabei in ihrem Alltagsleben. Das Personal kümmere sich um die Koordination der Tages- und Nachtstruktur, um Therapie- und Freizeitangebote und um die hauswirtschaftliche Versorgung. Soweit erforderlich, übernehme es auch die körperliche Pflege. Alle Bewohner würden zudem in die Aufgaben des Alltags wie Kochen oder Einkaufen mit einbezogen, damit ihre Fähigkeiten erhalten oder wieder verbessert werden können.

„Es ist die erste Wohngemeinschaft dieser Art in Celle und einfach noch keine etablierte Wohnform. Aber ich denke, wenn die Menschen, die hier einziehen, erst einmal ihre Erfahrungen damit gemacht haben, werden sie feststellen, dass das die Lösung für sie ist und dann trägt sich dieses Wissen auch weiter“, ist CBS-Vorstand Fritz Stünkel von dem Konzept überzeugt.

Rund 50 Besucher kamen zum Tag der offenen Baustelle und ließen sich die WG von Vertretern von CBS und Johannitern zeigen. „Unsere Gäste waren durchweg positiv angetan von den großzügigen Räumlichkeiten und der gelungenen Raumaufteilung“, so Henning Hamann. Rund 650.000 Euro wird die CBS in die Umgestaltung des Gebäudes investiert haben, wenn es fertig ist. Als Abschluss der Bauarbeiten steht jetzt noch der Innenausbau an.

 

 

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