MÜDEN/ÖRTZE. „Wer schon einmal ein altes Gebäude saniert hat, hat es vielleicht auch selbst schon einmal erlebt. Man öffnet eine Wand, die Decke oder entfernt die Bodenbelege und plötzlich kommen Probleme auf, die man so nicht eingeplant hat“, berichtet Michael Gebers, einer der Geschäftsführer der Tante Hanna Gmbh. Leider habe auch das Gebäude in der Müdener Hauptstraße solche Überraschungen für den Bauherrn, die Gemeinde Faßberg, parat gehabt. So sei unter anderem die Abdichtung zur Bodenplatte undicht gewesen, was zur Folge hatte, dass der komplette Bodenbelag und der Estrich aufwendig herausgestemmt werden mussten. In Folge dessen sei der Bodenaufbau und die Heizungsanlage auf eine Fußbodenheizung umgeplant worden.

Inzwischen nimmt der Umbau laut Gebers aber wieder Fahrt auf: Das Dach ist neu eingedeckt, die Elektroinstallation weit vorangeschritten und auch der Vorbau nebst neuen Fenstern schmückt das neue „alte“ Gebäude.

Es war erst am 25. Mai diesen Jahres, als sich die Geschäftsführer Hansjörg Oevermann und Michael Gebers über die zahlreichen helfenden Hände bei der Abrissparty des alten Marktgebäudes freuten. Nach nur einem Nachmittag war die Entkernung vollbracht und drei große Schutt- und Müllcontainer warteten bis oben hin gefüllt auf ihre Entsorgung.

„Jetzt, knapp fünf Monate später, kann man schon erahnen, dass die umfangreichen Sanierungs- und Umbauarbeiten dazu führen, dass sich das Gebäude sehr gut ins Ortsbild von Müden einbinden wird“, so Gebers. Aber nicht nur, dass sich Tante Hanna künftig in einem schmucken und zeitgemäßen Gebäude zu Hause fühlen dürfe, auch die Energiebilanz verbessere sich durch den Einbau moderner Kühl-, Heiz- und Beleuchtungstechnik massiv.

Hinsichtlich der Umbauarbeiten sind die Geschäftsführer und die zehn Kerngesellschafter derzeit damit beschäftigt, sich mit Themen wie der Auswahl der Bodenbeläge, den Wandfarben und der Beleuchtungstechnik zu beschäftigen. Eine Arbeitsgruppe macht sich Gedanken zum Regalbau, denn neben den Industriebauteilen soll „Tante Hanna“ ja auch viele individuell gestaltete Elemente erhalten, die zum Dorf und der ländlichen Umgebung passen. Neben Regalelementen sollen aber auch der Bereich für Obst und Gemüse,  für Wein und der Lounge-Bereich in Eigenleistung hergestellt werden. Zudem laufen immer wieder Gespräche mit regionalen Zulieferern, deren Produkte „Tante Hanna“ in den Mittelpunkt stellen möchte.

Mit einer Werbeagentur werden die Beschilderung und die Werbetafeln gestaltet. Hier werden historische Aspekte eingearbeitet, um die Geschichte der Lebensmittelgrundversorgung in der Heide im neuen Tante Hanna-Markt erlebbar zu machen.

Der wichtigste Punkt auf der Agenda der Betreibergesellschaft ist in den kommenden Wochen allerdings nicht der Bau an sich, sondern das Personal. Allem voran ist die richtige Besetzung der Marktleiterposition von besonderer Bedeutung, erklärt Michael Gebers. Sie oder er soll jetzt in den kommenden Monaten dabei sein, wenn die wichtigen Entscheidungen zum Marktauftritt, zum Erscheinungsbild und zum Sortiment getroffen werden. Die Person in der Verantwortung müsse das Gefühl haben, ein Teil dieses ganz besonderen Projektes zu sein. Das könnne nur gelingen wenn die wichtigen Entscheidungen gemeinsam getroffen würden. Da sind sich alle Gesellschafter einig.

„Wir sind optimistisch dass da ein Bewerbermarathon auf uns zu kommt“, hoffen die Geschäftsführer und erwarten eine rege Beteiligung von Menschen mit der passenden Qualifikation, Motivation und Kreativität. „Wir suchen eine Marktleiterin oder einen Marktleiter der auf die Kunden zugeht, der Lebensmitteleinzelhandel lebt, dem die Beratung und die Kommunikation Spaß macht und der mit viel Kreativität Tante Hanna für Bürger und Gäste über die Grenzen von Müden hinaus zu dem macht, was unser Ort schon ist – Die Perle der Südheide“, erklärt Michael Gebers abschließend. Die Eröffnung ist für März 2019 anvisiert.

Sie müssen sich registrieren oder anmelden, um diesen Beitrag zu kommentieren.