Tarifverhandlungen für Niedersachsen und Bremen vertagt 

Wirtschaft Von Extern | am Di., 18.05.2021 - 16:12

HANNOVER. Die Tarifverhandlungen für den niedersächsischen und bremischen Einzelhandel wurden heute in Hannover aufgenommen. "Obwohl die Branche in Teilen von der Coronapandemie massiv betroffen ist und viele Unternehmen um ihre Existenz bangen, fordert ver.di u. a. Gehaltserhöhungen im sogenannten Eckgehalt der VerkäuferInnen von über 6 Prozent und  
eine Allgemeinverbindlicherklärung der Tarifverträge", kritisiert der Handelsverband Niedersachsen-Bremen.

Die Arbeitgeberseite habe deutlich gemacht, dass dort, wo die Unternehmen im vergangenen Jahr gute Ergebnisse erzielt haben, wie z. B. im Lebensmitteleinzelhandel und Onlinehandel, auch zeitnah angemessene Zahlungen an die Beschäftigten erfolgen sollen. Ein Gleichschritt aller Unternehmen werde von der Arbeitgeberseite jedoch als realitätsfremd abgelehnt. Die Gewerkschaft wurde aufgefordert, gemeinsam mit den Arbeitgebern an einem Konzept zu arbeiten, das den gänzlich unterschiedlichen Ausgangssituationen innerhalb der Branche Rechnung trägt. Die von ver.di unterbreitete Vorstellung, mit einzelnen betroffenen Unternehmen Haustarifverträge abzuschließen, sei nicht  ansatzweise geeignet, den Problemen großer Teile des Einzelhandels Rechnung zu tragen.  
Die Verhandlungen werden am 10.06.2021 in Hannover fortgesetzt.