Vor Kurzem trafen sich ca. 80 Führungskräfte aus dem Bereich der haupt- und nebenberuflichen Feuerwehren an der Niedersächsischen Akademie für Brand- und Katastrophenschutz (NABK), um an einem „Technik-Workshop“ teilzunehmen. Dieser wird gemeinsam vom „Arbeitskreis Technik“ der AGBF-Niedersachsen zusammen mit dem „Ausschuss Technik“ des Landesfeuerwehrverbandes Niedersachsen veranstaltet und findet in jährlicher Regelmäßigkeit statt.

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In diesem Jahr zog sich das Thema „Verkehrsunfall“ als roter Faden durch die Veranstaltung. Moderiert wurde der Workshop vom Vorsitzenden der AGBF Niedersachsen, Dr. Martin Schäfer, Leiter der Berufsfeuerwehr Göttingen und dem Vorsitzenden des LFV-Fachausschusses, Helmut Schneider, Stadtbrandmeister Holzminden.

Im ersten Teil der Veranstaltung wurden verschiedene Systeme von Rettungsdatenblättern vorgestellt bzw. als Ergebnis eines vergleichenden Praxistests der Berliner Feuerwehr bewertet. Im Anschluss daran referierte Priv.-Doz. Dr. med. Markus Roessler von der Klinik für Anästhesiologie in Göttingen über das Thema „Technisch – medizinische Rettung bei VU“ und POR Burkhard Bisanz von der Polizeidirektion Lüneburg zum Thema „Verkehrssicherung von Einsatzstellen im Bereich von Bundesstraßen und Autobahnen“.

 

Von Seiten der Berufsfeuerwehr Göttingen wurde ein spezielles, in Kooperation mit der Fa. WEBER-HYDRAULIK GMBH entwickeltes Werkzeug vorgestellt, das mit einfachen und schnellen Handgriffen am Felgenkranz eines LKW oder eines Busses angesetzt werden kann. Dort dient es als Widerlager für die bei der Feuerwehr üblichen hydraulischen Rettungszylinder. In kürzester Zeit kann auf diese Weise ein mehrere Tonnen schweres Fahrzeug über die Achse des Fahrzeugs angehoben und der notwendige Freiraum geschaffen werden, um notwendige und rettungsdienstliche Maßnahmen durchführen zu können. Auf diese Weise kann z.B. verunfallten Personen, die bei einem Verkehrsunfall unter dem Fahrzeug eingeklemmt sein sollten, schnelle und zielgerichtete Hilfe geleistet werden. Die Bedeutung der vorgestellten Rettungsmöglichkeiten wurde im Zusammenhang mit einem Niederflurbus dargestellt. Dieser wurde für die Präsentation unbürokratisch von der Fa. CeBus GmbH & Co. KG zur Verfügung gestellt.

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