CELLE. Gestern Vormittag wickelte ein angeblicher Microsoftmitarbeiter einen 60 Jahre alten Mann aus Bergen derart um den Finger, dass er ihm letztlich rund 2.200 Euro abluchste.

Der angebliche Servicemitarbeiter suggerierte dem Mann, dass sich auf seinem Rechner ein Trojaner befinde und er bei der Bereinigung des Problems behilflich sein könne. Dazu müsse er nur per Fernzugriff Zugang zum Rechner erhalten. Der Mann willigte ein und als nach einem ersten Hin und Her der Bildschirm schwarz wurde, sollte er TAN-Nummern, wie im Online-Banking üblich, angeben, damit der Service abgeschlossen werden könne. Auch dieses tat der Mann. Ein fataler Fehler, denn noch bevor er realisierte einem Betrüger aufgesessen zu sein, hatte sich dieser schon an seinem Vermögen bedient.

Diese Betrugsvariante ist schon seit längerer Zeit aktuell und CELLEHEUTE berichtete entsprechend – leider fallen Angerufene immer wieder auf diese Masche rein. Die meist englischsprachigen Täter geben vor, Mitarbeiter der Fa. Microsoft zu sein. Es wird behauptet, dass das Computersystem mit Schadsoftware belastet sei oder es Lizenzprobleme geben würde und daher umgehend ein Update vorgenommen werden müsse.

Betroffene sollten auf gar keinen Fall auf derartige Angebote eingehen. Kein Mitarbeiter einer seriösen Softwarefirma wird Sie unaufgefordert zu Hause anrufen und die Behebung von Problemen anbieten, die Sie vor dem Anruf vielleicht noch gar nicht hatten. Beenden Sie das Gespräch rechtzeitig. Geben Sie keine Kontodaten, Kreditkartendaten oder gar Passwörter preis und überweisen Sie kein Geld.

FOTO: PR Image Factory / adobe.stock.com

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