CELLE. Die erste Mannschaft des TuS Celle hat am Samstag im deutschen Pokal Geschichte geschrieben. Mit einem 3:2 Erfolg über TTC Shakehands Frickenhausen gelang den Herzogstädtern als erstem Drittligisten überhaupt der Einzug ins Viertelfinale. Hier könnte nun ein „Traumlos“ wie Rekordmeister Borussia Düsseldorf mit der Legende Timo Boll warten.

Im Celler Hexenkessel wurde gegen Frickenhausen zum ersten Mal nach TTBL-Regelwerk gespielt. Deshalb konnten sich alle anwesenden Zuschauer auf nur einen Tisch konzentrieren.  Den Beginn machte Tobias Hippler gegen den Portugiesen Diogo Chen. In einem packenden Fünfsatz-Krimi, der von unzähligen Topspin-Topspin Duellen geprägt wurde, musste sich Hippler seinem Gegner schlussendlich beugen. Den zwischenzeitigen Rückstand von 0:1 wusste Philipp Floritz souverän auszugleichen. Obwohl er gegen den Japaner Tazoe nach dem ersten Satz nicht wie der sichere Gewinner aussah, gewann er immer mehr die Oberhand und besiegte den Asiaten mit 3:1. Beim Zwischenstand von 1:1 stieg dann Nils Hohmeier in die Box. Während er gegen Angelakis, einen griechischen Defensivspieler, einen Satzball in Durchgang eins abwehren musste, brachte Hohmeier das Spiel in den darauffolgenden Sätzen sicher nach Hause. Diejenigen Zuschauer, die eine schnelle 0:3 Niederlage seitens Celle prognostiziert hatten, rieben sich bei dieser 2:1 Führung verwundert die Augen.

Da Hippler gegen Frickenhausens japanischen Spitzenspieler 0:3 verlor, war es an Philipp Floritz, die Sensation perfekt zu machen. Im Entscheidungsspiel gegen Diogo Chen stand er aber mit dem Rücken zur Wand: der gebürtige Bayer gab eine 1:0 Führung aus der Hand und geriet mit 1:2 und 5:8 ins Hintertreffen. Unterstützt von den Celler-Ultras um Volkhardt Troschke, die neuerdings nicht nur mit Rasseln, sondern auch mit skurril klingenden Tröten agieren, drehte Floritz aber das Spiel und ließ die Altstädter Schule beben.

„Das hätten wir uns niemals erträumen können. Mit Celle im Viertelfinale des deutschen Pokals zu stehen, ist für die ganze Region ein Highlight“, freut sich Teammanger Dieter Lorenz.  Am heutigen Montag findet nun die Auslosung der Viertelfinalpartien statt. Hierzu äußerte sich Mannschaftsführer Nils Hohmeier mit einem Augenzwinkern: „Über Düsseldorf als Gegner würden wir uns schon freuen, auch wenn dann unsere Heimspielbilanz gefährdet wäre.“ Er spielt damit auf eine unfassbare Serie der TuSler an: Seit eineinhalb Jahren sind die Celler bei Heimspielen ungeschlagen. „Das haben wir vor allem den Fans zu verdanken, bei denen wir uns auf diesem Wege noch einmal herzlichst bedanken“, so Lorenz

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