Torsten Harms: "Neben der Begrünung ist kein Platz für Asse-Wasser"

Politik Von Redaktion | am Di., 19.04.2016 - 19:21

WATHLINGEN. – In einer Nebenbemerkung lag bei der Vorstellung der Begrünungspläne für den Kaliberg in Wathlingen die Munition, die mehr Sprengkraft haben dürfte, als die Munitionsaltlasten aus dem zweiten Weltkrieg im Schacht Riedel: „Derzeit können wir eine Einleitung von Asse-Wasser in Wathlingen noch nicht ausschließen“ erklärte Gerold Jahn als Vertreter der K+S.

Für Bürgermeister Torsten Harms ist klar, dass alle Ratsmitglieder und auch die Bürgerinnen und Bürger eine Einleitung der Abwässer aus dem Schacht Konrad nicht akzeptieren werden. „Wir werden zeigen, wie wehrhaft die Wathlinger sein können, wenn Ihnen eine Einleitung zugemutet werden soll“, so Harms, „Es ist am Land Niedersachsen zu erklären, dass es ein solches Ansinnen, weder in Hannover noch beim Bundesamt für Strahlenschutz verfolgt wird.“ Mit der Begrünung des Kaliberges müssen die Wathlinger möglicherweise 20 Jahre ein erhöhtes Verkehrsaufkommen akzeptieren. Das sei im Verhältnis zu einer Einleitung von Asse-Wässern vielleicht aber noch zu verkraften, meint Harms.

In keinem Fall darf ein Ort mit beiden negativ Faktoren belastet werden. Die CDU-Fraktion und der CDU-Ortsverband werden nach Angaben von Fraktionsvorsitzenden Caius Schleicher und Ortsverbandsvorsitzenden Martin Thunich die örtlichen Abgeordneten Henning Otte (MdB) und Ernst-Ingolf Angermann (MdL) einschalten, um eine kurzfristige Klärung herbeizuführen. "Erst wenn das Einleiten definitiv ausgeschlossen ist, können die Wathlinger wieder schlafen. Andernfalls wird die CDU vehement kämpfen", so Harms abschließend.